Unterstützung für Familien aus MV : Mittagessen und Schulbedarf: Fast 16 Millionen Euro für arme Kinder

 
 

Das Bildungs- und Teilhabepaket soll Kindern aus einkommensschwachen Familien helfen.

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28. Mai 2019, 20:00 Uhr

Kinder aus einkommensschwachen Familien in Mecklenburg-Vorpommern sind im vergangenen Jahr mit 15,6 Millionen Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes unterstützt worden. Der größte Teil wurde mit 6,6 Millionen Euro für Mittagessen in Schule und Kita verwendet, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervorgeht.

Weitere rund 3,6 Millionen Euro wurden demnach in Nachhilfestunden investiert und knapp drei Millionen Euro für den persönlichen Schulbedarf. Mit mehr als 1,3 Millionen Euro wurden unter anderem die Elternbeiträge für mehrtägige Kita- und Klassenfahrten gestützt.

Kritik am hohen Verwaltungsaufwand

Das Bildungs- und Teilhabepaket soll es Kindern aus einkommensschwachen Familien ermöglichen, an Aktivitäten teilzunehmen, ihre Talente zu entwickeln und ihre Chancen zu nutzen. Bezugsberechtigt sind Familien mit Hartz-IV-Bezug oder so geringem Einkommen, dass sie Kindergeldzuschlag erhalten.

Die Linke kritisierte den hohen Verwaltungsaufwand für das Bildungs- und Teilhabepaket. Mit rund sieben Millionen Euro sei ein Drittel der Gesamtsumme in Höhe von mehr als 22 Millionen Euro für Verwaltungskosten ausgegeben worden, sagte die jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, am Dienstag.

„Beinahe jedes Dritte Kind in Mecklenburg-Vorpommern lebt in Armut oder ist von Armut gefährdet. Trotzdem gehen die Mittel des Bildungs- und Teilhabepaketes nach wie vor zu einem großen Teil an den Kindern vorbei.“ Sie forderte, das Bildungs- und Teilhabepaket durch eine Kindergrundsicherung abzulösen. Dann komme das Geld in vollem Umfang bei den Familien an.

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