Rostock : Unimedizin bildet wieder vietnamesische Pfleger aus

Ende August erwartet die Universitätsmedizin Rostock den dritten Jahrgang von jungen Pflegeauszubildenden. Laut der Verantwortlichen hat sich das Projekt nach anfänglichen Schwierigkeiten zum Erfolgsmodell entwickelt.

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20. Juni 2020, 10:46 Uhr

An der Universitätsmedizin Rostock wird Ende August der dritte Jahrgang von jungen vietnamesischen Pflegeauszubildenden erwartet. Wie Projektleiterin Caren Erdmann der Deutschen Presse-Agentur sagte, handelt es sich um 20 Frauen und drei Männer, die im Herbst die dreijährige Ausbildung in der Hansestadt beginnen. Je nach den dann herrschenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sei eine zweiwöchige Quarantäne vorgesehen. Derzeit bereiteten sich die junge Leute in ihrer Heimat noch auf ihren Aufenthalt in Deutschland vor.

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Das 2018 gestartete Projekt der Universitätsmedizin Rostock, mit Auszubildenden aus Vietnam den Pflegenotstand am größten Krankenhaus des Landes zu bekämpfen, hat sich laut Erdmann zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Im ersten Jahr wurden 20 und im zweiten Jahr 25 Vietnamesen aufgenommen. „Die Ausbildungen laufen noch, alle sind in Rostock geblieben“, sagte Erdmann.

Akzeptanz für Arbeitskräfte ist gestiegen

Immer wieder habe es Symptome von Heimweh gegeben, die aber zu keinen anhaltenden Problemen geführt haben. Alle Vietnamesen haben in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung absolviert und einen Universitäts- oder Bachelor-Abschluss erlangt. Diese Abschlüsse würden in Deutschland allerdings nicht anerkannt.

Insgesamt sei die Akzeptanz der vietnamesischen Arbeitskräfte an der Klinik gestiegen. „Es gibt keine Ressentiments mehr“, betonte Erdmann. Nachdem zunächst mit den Vietnamesen eine eigene Klasse gebildet wurde, würden sie nun im Verbund mit ihren deutschen Kollegen unterrichtet. Damit seien die Integration und auch die Sprachentwicklung gefördert worden.

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