Umgang mit dem Wolf : Zum Abschuss freigegeben?

Ein Wolf steht in einem Gehege.

Ein Wolf steht in einem Gehege.

Bei dem Thema Wolf herrscht in der Politik Uneinigkeit und weiterhin Gesprächsbedarf

svz.de von
11. Januar 2019, 09:21 Uhr

Im Streit um den Umgang mit Wölfen haben Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei einem Treffen in Berlin keine schnelle Lösung gefunden. „Wir sind noch in Gesprächen”, teilten die Ministerien dazu am Donnerstag mit.

Es herrscht Uneinigkeit

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus erklärte allerdings gegenüber dem NDR, dass die Runde sich auf eine Lockerung des Wolfsschutzes geeinigt habe. Bisher sind Wölfe streng geschützt und es ist verboten sie abzuschießen. Laut Backhaus sollen auffällige Wölfe oder auch notfalls ganze Rudel getötet werden, wenn sie schwere Schäden bei Nutztieren anrichten.

Die beiden Bundesministerinnen geben sich jedoch zurückhaltender und dämpften die Erwartungen auf ein schnelle Einigung. Klöckner hatte Schulze gebeten, künftig eine „gemäßigte Bestandsregulierung” zu ermöglichen, nicht nur den Abschuss einzelner, besonders auffälliger Tiere.

Vor allem Schäfer fordern ein härteres Vorgehen gegen Wölfe. Wenn sich im Umgang mit dem Raubtier nichts ändert, verlieren viele Weidetierhalter ihre Existenz.

Die Zahl der Wölfe nimmt auch im Land zu, 2018 lebten im Land sechs Rudel, zwei mehr als ein Jahr zuvor. Es gab 21 sogenannte Rissvorfälle, dabei wurden knapp 120 Weidetiere getötet, rund 50 mehr als 2017. Sind die Herden ausreichend gesichert, bekommen die Halter nach Wolfsattacken eine Entschädigung.

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