CDU in MV : Treffen der Konservativen

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CDU-Flügel bereitet Bundesparteitag und Wahl der neuen Parteispitze vor

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03. Dezember 2018, 18:32 Uhr

Den konservativen Kräften in der CDU Mecklenburg-Vorpommerns fehlt weiterhin ein gemeinsames Dach. Der als Reaktion auf die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel gegründete Konservative Kreis kündigte für diesen Mittwoch ein Treffen in Anklam (Vorpommern-Greifswald) an. Erstmals würden dazu auch Vertreter der Ende November in Rostock gegründeten WerteUnion erwartet. „Wir begrüßen diese Initiative, verstehen die WerteUnion allerdings nicht als Dachverband für Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Unions-Landesvize Sascha Ott in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

Der Jurist aus Greifswald gilt als bekanntester Vertreter der Konservativen in der Nordost-CDU und entschiedener Kritiker des eher liberalen Merkel-Kurses. Es sei innerhalb kurzer Zeit gelungen, den konservativen Flügel innerhalb der CDU wiederzubeleben, ohne die Partei zu spalten. „Wir sind integraler Bestandteil dieser Partei.

Diesen Weg wollen wir weitergehen, statt Parallelstrukturen zu schaffen und uns aufzureiben“, erklärte Ott.

Bei dem Treffen in Anklam gehe es um den mit Spannung erwarteten CDU-Bundesparteitag, bei dem am Freitag in Hamburg eine neue Parteispitze gewählt wird. „Wir wollen unseren Delegierten ein Votum mit auf den Weg geben. Eine vernünftige und zukunftsorientierte Politik beginnt mit klugen Köpfen. Deshalb ist es sehr wichtig, wer die Geschicke der CDU Deutschland lenkt, wer Bundesvorsitzender der CDU wird“, heißt es in der Mitteilung weiter. Ein Bekenntnis zu einem der drei aussichtsreichsten Kandidaten, Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn, vermieden die Verfasser.

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Vincent Kokert hatte deutlich gemacht, dass für ihn die Wahl entscheidend davon abhänge, welche Idee der Kandidat für den Osten Deutschlands hat. Der vergleichsweise kleine Landesverband stelle 14 der rund 1000 Delegierten zum Bundesparteitag. Ob er ihnen eine Person zur Wahl vorschlagen werde, wollte Kokert vom Verlauf der Regionalkonferenzen abhängig mache

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