Älteste Fährroute Europas : Tourismuswirtschaft will Aus für die Königslinie nicht hinnehmen

Die schwedische Reederei Stena Line möchte die traditionellen Route Sassnitz-Trelleborg einstellen. (Archivbild)

Die schwedische Reederei Stena Line möchte die traditionellen Route Sassnitz-Trelleborg einstellen. (Archivbild)

Die Zahlen im Passagier- und im Frachtbereich verringerten sich über die letzten Jahre deutlich, doch mit der richtigen Strategie könnte die Königslinie ihr Potenzial ausschöpfen.

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23. April 2020, 16:19 Uhr

Die Tourismuswirtschaft auf Rügen und in Stralsund will die angekündigte Einstellung der Fährverbindung Sassnitz-Trelleborg nicht akzeptieren. Der Verein Destination Rügen - Cruise & Ferry Network teilte am Donnerstag mit, er sehe langfristig ein Potenzial von 500 000 Passagieren jährlich für die Königslinie.

300 000 Passagiere im Jahr

Dagegen gab die schwedische Reederei Stena Line die Passagierzahl zuletzt mit 300 000 an. Vereinsvorsitzender Thomas Langlotz sagte, Rügen und Vorpommern würden viel dafür tun, dass ihre Attraktivität für Touristen steige. Gebraucht würden für die Fährverbindung die richtige Vermarktungsstrategie und in beide Richtungen gut abgestimmte Fahrpläne.

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Der Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen, Mana Peter, zufolge sind die Hauptreiseanlässe für schwedische Gäste Natur und regionale Kultur. Sie würden vor allem auch die Ostseebäder mögen, die es in der Form in ihrem Land nicht gibt.

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Auch der Ausbau der B96 als schnelle Verbindung von der Insel auf das Festland biete ideale Bedingungen für Weiterreisen oder Ausflüge nach Vorpommern, Stralsund und darüber hinaus, hieß es von der Tourismuszentrale Stralsund.

Stena Line hatte Anfang April nach der coronabedingten Einstellung des Fährverkehrs das Aus für die „Königslinie“ bekanntgegeben. Stena Line bewirtschaftete die Linie seit dem Ausstieg der Reederei Scandlines 2012 allein. Nach ihren Angaben verringerten sich die Zahlen im Passagier- und im Frachtbereich über die Jahre deutlich.

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