Heide/Techau/Boizenburg : Todesfalle Bahnübergang: Drei tragische Unfälle an einem Tag

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Ein Autofahrer, ein Radler und ein Fußgänger - drei Menschen sterben innerhalb eines Tages bei Unfällen an Bahnübergängen im Norden. Die Bundespolizei warnt - auch mit Blick auf den Schulbeginn

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08. August 2019, 14:36 Uhr

Binnen weniger Stunden sind im Norden drei Menschen bei Unfällen an Bahnübergängen ums Leben gekommen. Die Bundespolizei forderte Verkehrsteilnehmer am Donnerstag angesichts dieser Unfälle auch mit Blick auf den Schulbeginn eindringlich zur Beachtung der Verbote an Bahnanlagen auf.

Seien Sie bitte Vorbild, denken Sie auch an den bevorstehenden Schulbeginn. Polizei
 

81-Jähriger bezahlt Leichtsinn mit seinem Leben

Am Mittwochnachmittag war ein 81 Jahre alter Mann an einem Bahnübergang bei Techau im Kreis Ostholstein von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte der Mann mit seinem Rad die geschlossene Halbschranke an dem Bahnübergang umfahren. Dabei wurde er von einem mit 60 Fahrgästen besetzten Regionalexpress aus Kiel erfasst. Nach Angaben eines Bundespolizeisprechers erlitten drei der Fahrgäste einen Schock und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Bahnstrecke Kiel-Lübeck war für mehrere Stunden gesperrt.

Zug übersehen - 70-Jähriger stirbt

Ebenfalls am Mittwoch wurde ein 70-jähriger Autofahrer auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Heide von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Der Rentner starb im Krankenhaus, wie die Polizeidirektion Itzehoe mitteilte. Die 24 Bahnreisenden und der Lokführer blieben unverletzt. Die Bahnstrecke Heide-Büsum wurde für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten rund zwei Stunden lang gesperrt.

61-Jähriger beim Gleisüberqueren vom Zug erfasst

Bereits am Mittwochmorgen hatten Reisende einen 61 Jahre alten Mann tot am Ende eines Bahnsteigs in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) entdeckt. Die Ermittler gehen von einem Unglücksfall aus: Demnach wurde der 61-Jährige aus Boizenburg von einem Zug erfasst, als er versuchte, die Gleise zu überqueren. Die Stelle, an der der Tote entdeckt wurde, werde von Anwohnern gelegentlich zum illegalen Überqueren der Gleise genutzt.

Der Fernverkehr wurde daraufhin über Uelzen und Stendal umgeleitet, die Haltestellen Wittenberge, Ludwigslust und Büchen entfielen. Nach etwa eineinhalb Stunden gab die Bundespolizei Küste per Twitter Entwarnung und hob die Strecken- und Bahnhofssperrung auf.

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