Coronakrise in MV : Tierhalter wollen Hund und Katze abgeben

Auch Tierhalter wollen sichergehen, dass beispielsweise ihre Hunde oder Katzen gesund bleiben.
Auch Tierhalter wollen sichergehen, dass beispielsweise ihre Hunde oder Katzen gesund bleiben.

Corona-Krise trifft auch die Tierheime in MV. Tierschutzbund: Virus wird nicht von Haustieren auf Menschen übertragen

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21. März 2020, 16:00 Uhr

Auch die Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern spüren nach Angaben des Deutscher Tierschutzbund die Auswirkungen der Corona-Krise. So gebe es zahlreiche Anfragen unwissender Tierhalter, die ihre Haustiere aus Angst vor einer Ansteckung abgeben wollten, teilte der Tierschutzbund mit Sitz in Demmin gestern mit. Deshalb bereiteten sich die Tierheime auf die Aufnahme neuer Tiere vor.

Spenden könnten wegbrechen

Zugleich stehe zu befürchten, dass die Vermittlung von Tieren in Zeiten von Corona „massiv zusammenbrechen“ werde und dass Spenden, auf die viele Tierschutzvereine angewiesen seien, wegbrechen. So seien Spenden von Desinfektionsmitteln deutlich zurückgegangen. Auch die bekannten Spendendosen in den örtlichen Supermärkten seien kaum noch gefüllt.

Ein Drittel aller Tierschutzvereine im Land hat den Angaben zufolge derzeit für Besucher geschlossen, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Nur wenige Tiere werden nach telefonischer Absprache in ein neues Zuhause vermittelt. Dabei sei es gerade momentan wichtig, Katzenplätze frei zu machen, da spätestens ab Mai mit neuen Kitten zu rechnen sei. Problematisch sei jetzt bereits die Gewährleistung der Betreuung der Tiere. Viele, gerade ältere ehrenamtliche Mitarbeiter, blieben zu Hause, hieß es.

Keine Erkrankungen bekannt

Der Tierschutzbund weist darauf hin, dass aktuell keine Fälle bekannt seien, in denen Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel an Covid-19 erkrankt sind. Zudem geht die Wissenschaft bislang davon aus, dass Hunde und Katzen das Virus nicht auf Menschen übertragen können. Auch das dafür zuständige Friedrich-Löffler-Institut (FLI) empfiehlt derzeit keine strikte Trennung oder Quarantäne von Hunden und Katzen.

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