Therapiezahlen verdoppelt : Neue Dialysestation im Klinikum Karlsburg

Mehrmals täglich  wird der Blutzucker gemessen.
Mehrmals täglich wird der Blutzucker gemessen.

Am Klinikum Karlsburg ist eine neue Dialysestation in Betrieb gegangen. Die Blutwäsche habe im klinischen Alltag enorm an Bedeutung gewonnen, sagte der Ärztliche Direktor Wolfgang Motz am Mittwoch.

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08. Mai 2019, 13:04 Uhr

Seit 2004 hab sich die Zahl der Dialysen in Karlsburg mehr als verdoppelt. Der Grund: Immer mehr ältere Patienten leiden sowohl an einer Herzerkrankung als auch an Diabetes und einer schweren Nierenerkrankung. Für die Blutwäsche stünden nun neun statt fünf Therapieplätze zur Verfügung, teilte das Klinikum mit. Zwei Plätze seien für infektiöse Patienten.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte, besonders Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz, die häufig eine besondere Blutwäsche brauchten, könnten nun separat behandelt werden. «Aufgrund der demografischen Entwicklung ist von einem wachsenden Bedarf an Dialysebehandlungen auszugehen», sagte er. Das Land habe das Bauvorhaben mit 927 000 Euro gefördert. Die Spezialklinik mit rund 500 Mitarbeitern biete seit 25 Jahren Spitzenmedizin.

Möglich wurden die Umbaumaßnahmen, weil Betten aus dem Hauptgebäude in das 2016 eröffnete Diabetes-Kompetenzzentrum verlegt werden konnten. Die freiengezogenen Patientenzimmer boten den Raum für den Neubau der Dialysestation und einer neuen Endoskopie-Abteilung, wie das Klinikum mitteilte. Auch die Zahl der Lungen-, Magen- und Darmspiegelungen nehme stetig zu, etwa weil mehr Patienten multimorbid und auf Blutverdünner angewiesen seien. Nach einer Herzoperation könnten jetzt beispielsweise mit endoskopischen Untersuchungen sehr schnell Blutungen diagnostiziert werden.

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