Öffentlicher Dienst : Tarifabschluss kostet MV bis zu 400 Millionen Euro

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Wettbewerbsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung scheint gesichert - doch Land muss dafür tief in die Tasche greifen.

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03. März 2019, 14:50 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) hat den Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst der Länder begrüßt. „Es ist gut, einen Abschluss mit einer Laufzeit von fast drei Jahren erreicht zu haben“, erklärte Brodkorb am Sonntag. „Das schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten und verhindert insbesondere streikbedingten Unterrichtsausfall an den Schulen.“

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Lohnzuwachs ähnlich wie in der Privatwirtschaft

Mit Steigerungen von mehr als drei Prozent in den nächsten beiden Jahren orientiere sich der Abschluss an den Lohnzuwächsen in der Privatwirtschaft und sichere so die Wettbewerbsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Allerdings werde dies das Land einiges kosten. „Wir rechnen derzeit mit zusätzlichen Personalkosten von bis zu 400 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren.“ Die rund eine Million Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder bekommen in diesem und den beiden kommenden Jahren insgesamt 8 Prozent mehr Lohn.

Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich am späten Samstagabend in Potsdam auf eine stufenweise Anhebung der Gehälter bei einer Laufzeit von 33 Monaten. In diesem Jahr sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar um 3,2 Prozent steigen, mindestens aber um 100 Euro. 2020 ist eine Erhöhung um weitere 3,2 Prozent vereinbart, mindestens aber 90 Euro. Zum 1. Januar 2021 gibt es nochmals 1,4 Prozent oder mindestens 50 Euro mehr.

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