Stralsund : Hansestadt will die «Gorch Fock I» kaufen

Das Segelschiff 'Gorch Fock I' liegt im Stadthafen. /Archiv
Das Segelschiff "Gorch Fock I" liegt im Stadthafen. /Archiv

Die finanziell klamme Hansestadt Stralsund will ihre Touristenattraktion kaufen, um sie mit Hilfe des Landes sanieren zu können. Jedes Jahr besuchen Zehntausende den historischen Dreimaster.

svz.de von
08. November 2018, 20:56 Uhr

Die Stralsunder Bürgerschaft hat den Oberbürgermeister der Hansestadt beauftragt, Verhandlungen über den Kauf des einstigen Segelschulschiffs „Gorch Fock I“ fortzuführen. Das beschloss die Bürgerschaft am Donnerstagabend mit großer Mehrheit, wie der Stadtsprecher Peter Koslik mitteilte. Sollten die bereits laufenden Verhandlungen mit dem Eignerverein stocken oder Schwierigkeiten auftreten, muss aber die Bürgerschaft informiert und die Verhandlungen solange unterbrochen werden. Bisher geht die Stadt nach eigenen Angaben von einem Kaufpreis von 950 000 Euro aus. In Stralsund ist seit rund zehn Jahren Alexander Badrow (CDU) Oberbürgermeister.

Die „Gorch Fock I“ liegt seit 2003 in Stralsund und zieht jährlich rund 60 000 Besucher an. Sie ist dringend reparaturbedürftig. Die dafür nötigen rund sieben Millionen Euro kann der Eignerverein nicht aufbringen. Nach dem nun geplanten Verkauf an die Stadt, sollen die nötigen Arbeiten vom Land gefördert werden können. Die notwendigen Eigenmittel soll der Verein übernehmen, der das Schiff nach der Sanierung im Auftrag der Stadt auch betreiben soll. Ziel der Bürgerschaft ist eine für die Stadt „kostenneutrale Lösung“. Zuvor hatten die Stadtvertreter den Antrag, die Bürger über den Kauf abstimmen zu lassen, mehrheitlich abgelehnt.

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