Störung im Rechenzentrum : Finanzämter lahmgelegt

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Ein Ausfall im Dataport-Steuerrechenzentrum in Schleswig-Holstein wirkt sich auch in MV aus.

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28. Mai 2019, 16:41 Uhr

Nach einer Störung im Rechenzentrum von Dataport im schleswig-holsteinischen Altenholz haben die Finanzämter in Norddeutschland nur eingeschränkt arbeiten können. Betroffen waren die Mitarbeiter der 141 Finanzämter der Länder Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, wie das Steuerrechenzentrum am Dienstag mitteilte. Die Mitarbeiter hatten keinen Zugriff mehr auf elektronische Steuerfachverfahren. Grund für den Ausfall des Steuerrechenzentrums von Dataport war eine technische Störung bei einem routinemäßigen Lasttest. Die Störung führte zum Ausfall der Kühlsysteme. In Folge schalteten sich alle Systeme im Rechenzentrum ab.

Fehler im Rechenzentrum bereits behoben

Der Fehler wurde den Angaben zufolge bereits in der Nacht zum Dienstag behoben. Die Systeme blieben jedoch zunächst aus Sicherheitsgründen abgeschaltet, bis ein stabiler Betrieb sichergestellt war. Die Finanzämter der Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden am Mittwoch wieder arbeitsfähig sein, die Finanzämter der Länder Bremen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am Freitag.

Mit Lasttests sollen Fehler lokalisiert und bereinigt werden. Im Steuerrechenzentrum von Dataport werden diese Tests einmal im Monat durchgeführt. Ein ungeplantes und damit ungeregeltes Herunterfahren der empfindlichen IT-Systeme wegen eines Fehlers führt den Angaben zufolge grundsätzlich zu einem Ausfall. Vor dem erneuten Hochfahren werden alle Systeme auf Fehler geprüft und aufeinander abgestimmt gestartet. Bei großen Rechenzentren kann das mehrere Tage andauern.

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