Aus für die Königslinie : Fährschiff „Sassnitz“ nach Schweden verlegt

 
 

Vor dem Stadthafen Sassnitz wurde die Fähre von anderen Schiffen mit Fontänen sowie an Land von Hunderten Zuschauern verabschiedet.

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28. April 2020, 14:01 Uhr

Das Fährschiff „Sassnitz“ der Reederei Stena Line hat am Dienstag Rügen in Richtung Schweden verlassen. Vor dem Stadthafen Sassnitz wurde die Fähre von anderen Schiffen mit Fontänen sowie an Land von Hunderten Zuschauern verabschiedet. Das Schiff steht unter deutscher Flagge mit deutscher Besatzung. Bis Mitte März war die Eisenbahnfähre auf der Route Sassnitz-Trelleborg unterwegs. Nun werde sie in den schwedischen Hafen Uddevalla verlegt, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Angespannte wirtschaftliche Situation

Wegen der Corona-Krise und sinkenden Passagierzahlen war die Linie vorübergehend bis 31. Mai eingestellt worden. Anfang April kündigte Stena Line die komplette Schließung der 110 Jahre alten „Königslinie“ an, die kürzeste Verbindung zwischen Deutschland und Schweden. Als Grund nannte die Reederei neben den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die angespannte wirtschaftliche Situation wegen des sinkenden Frachtaufkommens. Die Bahn habe die Güterverkehre von und nach Schweden nach Rostock verlagert. Künftig sollen zwischen beiden Ländern nur noch zwei Eisenbahnfähren von Stena Line pendeln.

Von der Einstellung der Route sind dem Sprecher zufolge rund 120 Beschäftigte betroffen - Bordpersonal, Mitarbeiter der Abfertigung und des Bordershops im Hafen Sassnitz-Mukran. Sie seien jetzt in Kurzarbeit. Mit Betriebsrat und Gewerkschaften soll demnächst ein Interessensausgleich verhandelt werden.

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