Thema im Landtag : Schwerin will eine staatliche Hochschule

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Die alte Diskussion, wonach Schwerin schließlich Landeshauptstadt sei und deshalb keine Hochschule brauche, sei eine Position von gestern.

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13. Januar 2019, 08:21 Uhr

Hochschulen sind Keimzellen neuer Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Das ist ein Grund, weshalb sich die Landeshauptstadt Schwerin um die Gründung einer staatlichen Hochschule bemüht - die Fraktionen der Stadtvertretung sind sich darin einig. Jetzt erreicht ihre Forderung den Landtag: Die Fraktion der Linken hat die Initiative aufgegriffen und dem Parlament den Antrag „Schwerin als Hochschulstandort berücksichtigen“ für die nächste Landtagssitzung vorgelegt.„Eine Hochschule in Schwerin ist für Schwerin notwendig, für Westmecklenburg gut und liegt im Interesse des Landes“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linken im Landtag, Henning Foerster. Die alte Diskussion, wonach Schwerin schließlich Landeshauptstadt sei und deshalb keine Hochschule brauche, sei eine Position von gestern. Wie die Hochschule aussehen soll, „ob als Außen- oder eigenständiger Standort und mit welcher konkreten Ausrichtung“, müsse mit den Hochschulen im Land, der Wirtschaft in Schwerin und der Landesregierung abgestimmt werden.

Die Wirtschaft steht hinter der Idee. „Schwerin ist die einzige Landeshauptstadt in Deutschland, die keine eigenständige Hochschuleinrichtung des Landes unterhält“, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, Siegbert Eisenach. Dabei liege es im Interesse der Wirtschaft in Westmecklenburg, die regionale Innovationskraft weiter zu stärken, den akademischen Nachwuchs in Westmecklenburg zu sichern und die Attraktivität Schwerins als Lebenshauptstadt zu erhöhen.

Staatliche Universitäten oder Hochschulen gibt es in MV bislang in Wismar, Rostock, Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg. In Schwerin sind bislang die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit sowie einige kleinere private Einrichtungen etabliert, an denen Studiengebühren fällig sind.

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