Sportschule Zinnowitz : Fast 70 Personen mit Magen-Darm-Virus infiziert

krankenwagen rettungswagen bildxy.jpg

Sportler aus Sachsen und Thüringen waren zum Training vor Ort. Die Ursache ist noch unklar. Ein Betroffener ist ins Krankenhaus gebracht worden.

von
15. August 2019, 08:40 Uhr

Fast 70 Sportler haben sich an einer Sportschule in Zinnowitz auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit einem Magen-Darm-Virus infiziert. Die Sportler, bei denen es sich laut dem Einrichtungsleiter um Fechter, Fußballer, Schwimmer und Kampfsportler aus Sachsen und Thüringen handele, seien angehalten worden, das Gelände nicht zu verlassen. An einer Verbreitung der Infektion habe niemand Interesse, sagte ein Landkreissprecher.

Nach dem Auftreten der ersten Symptome in der Nacht waren zunächst rund 60 Erkrankte von etwa 100 Gesunden getrennt worden, von denen bis zum Donnerstagvormittag jedoch weitere Symptome zeigten, sagte der Leiter der Einrichtung. Die Zahl habe sich damit auf 67 erhöht.

Zahl könnte weiter ansteigen

Gut die Hälfte der Erkrankten hatte es am Mittag jedoch bereits überstanden oder befand sich den Angaben zufolge auf dem Weg der Besserung. Die insgesamt 164 Personen in der Sportschule wurden von Einsatzkräften betreut, sagte der Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Mitarbeiter von Gesundheits- und Lebensmittelüberwachungsamt nahmen auf der Suche nach dem Ursprung der Krankheit Proben vom Stuhl der Erkrankten, Trinkwasser und Lebensmitteln, sagte er. Mit Ergebnissen sei in dieser Woche aber nicht mehr zu rechnen. Erfahrungsgemäß könnte die Zahl der Erkrankten weiter steigen. Der Vorfall sei bedauerlich, aber nicht ungewöhnlich.

Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag von Notärzten und dem Sanitätszug des Landkreises versorgt worden. Ein Mensch wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Ein erster Salmonellenverdacht habe sich nicht bestätigt. An der Schule können Sportgruppen trainieren, es gibt eine eigene Küche. Zuvor hatte der Radiosender «Ostseewelle» über den Vorfall berichtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen