Hilferuf aus Pflegeheimen in MV : So teuer werden Schutzmasken verkauft

Dringend benötigt: Eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP3 .
Dringend benötigt: Eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP3 .

Der Geschäftsführer der DRK Pflegeeinrichtungen gGmbH bezeichnete die Situation am Mittwoch als desaströs.

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01. April 2020, 11:26 Uhr

Die Hilferufe aus den Pflegeheimen nach Schutzausrüstungen für die Beschäftigten werden immer lauter. Der Geschäftsführer der DRK Pflegeeinrichtungen gGmbH mit sechs Heimen in Mecklenburg-Vorpommern, Adrian Gladys, bezeichnete die Situation am Mittwoch als desaströs. „Ich bin für rund 370 Mitarbeiter verantwortlich, die ich zu schützen habe, die gesund bleiben müssen, damit sie für unsere Bewohner da sein können“, sagte er.

Für 15 000 Euro Atemschutzmasken im Internet

Es falle sehr schwer, vor ihnen zu stehen und ihnen sagen zu müssen, dass der Nachschub an persönlicher Schutzausrüstung immer noch nicht eingetroffen sei. Es würden bereits Schutzmasken selbst genäht. Kürzlich sei es gelungen, für 15 000 Euro im Internet Atemschutzmasken zu erwerben. „Dafür mussten wir den zehnfachen Preis bezahlen - eine unbeschreiblich desaströse Situation, für die mir die Worte fehlen.“ Er hoffe auf sofortige Abhilfe.

Weiterlesen: Mecklenburg-Vorpommern braucht 15 Millionen Masken

Der DRK-Landesverband betreibt nach eigenen Angaben in der DRK Pflegeeinrichtungen gGmbH sechs stationäre Pflegeeinrichtungen und zwei Einrichtungen des Betreuten Wohnens. In den Heimen lebten rund 480 Pflegebedürftige. Bislang hat es in den DRK-Einrichtungen den Angaben zufolge keine Coronavirus-Infektionen gegeben.

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