Corona-Eindämmung in MV : Schwesig verteidigt Maßnahmen der Landesregierung

Nur der Konsequenz sei es zu verdanken, dass die Gesundheit der Bevölkerung geschützt werden konnte.

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16. Juni 2020, 21:57 Uhr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die restriktiven Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie verteidigt. „Nur weil wir am Anfang so konsequent waren und die Bevölkerung so konsequent mitgezogen hat, ist es uns gelungen, diese Welle zu stoppen“, sagte Schwesig am Dienstagabend im NDR-Fernsehen. Sie sei froh, dass die Gesundheit der Bevölkerung geschützt werden konnte. Schwesig betonte, dass gleichzeitig mit den Beschränkungen für die Bevölkerung Schutzmaßnahmen für Wirtschaft und Arbeitsplätze aufgelegt worden seien. Mecklenburg-Vorpommern hat laut RKI-Statistik deutschlandweit die mit Abstand geringste Zahl von Corona-Infizierten und -Toten.

Eine riesige Herausforderung war zu meistern

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte, dass es für die Pandemie keine Blaupause gegeben habe. Dass sich in manchen Situationen Fragen zum Umgang ergeben haben, sei in einer Demokratie selbstverständlich.

Er räumte in der NDR-Diskussion ein, dass an der ein oder anderen Stelle Fehler gemacht worden seien. „Wir waren vor einer riesigen Herausforderung.“ Der AfD-Landeschef Leif-Erik Holm betonte, dass seine Partei in der momentanen Pandemielage den Weg von den Lockdown-Maßnahmen weg gehen wolle. Das Infektionsgeschehen habe dank der Disziplin der Bevölkerung massiv abgenommen. Trotzdem sei Mecklenburg-Vorpommern eines der Beispiele dafür, dass diese Maßnahmen in ihrer Konsequenz nicht notwendig gewesen wären.

Lob auch Seiten der Linksfraktion

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, lobte die Landesregierung für ihre vorausschauenden Handlungen, die zu den geringen Fallzahlen geführt haben. Allerdings seien die Angehörigen von zu Pflegenden oder die Eltern beim Homeschooling alleingelassen haben. „Das darf uns nicht noch mal passieren.“

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