Mecklenburg-Vorpommern : Neuer Geschäftsführer für Krankenhausgesellschaft

23-115307327.JPG

Neuer Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) wird Uwe Borchmann.

von
20. November 2019, 14:32 Uhr

Neuer Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) wird Uwe Borchmann. Der 45 Jahre alte Geschäftsführer des Krankenhauses Bad Doberan werde sein Amt am 1. Januar 2020 antreten, teilte die KGMV am Mittwoch anlässlich ihrer Mitgliederversammlung mit. Im August dieses Jahres war der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Gagzow im Alter von 66 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Er hatte die Geschäftsführung 1991 übernommen. Seitdem ist Heidelies Dähn als Interimsgeschäftsführern im Einsatz, sie scheidet wegen Ruhestands zum Jahresende aus.

300 Euro Strafe für Krankenhäuser?

Auch die KGMV kritisierte noch einmal das vom Bundestag vor kurzem verabschiedete Gesetz zur Reform des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Das ursprüngliche Ziel, faire Krankenhaus-Rechnungsprüfungen durch einen neutralen unabhängigen Medizinischen Dienst zu erreichen, wurde deutlich aus dem Blick verloren, wie der Vorsitzende Hanns-Diethard Voigt erklärte. Nun liege „ein unfaires Kürzungsgesetz zu Lasten der Krankenhäuser vor“.

Weiterlesen:

Zu den Kritikpunkten gehörte, dass jede Krankenhausrechnung, bei deren Überprüfung eine Minderung des Rechnungsbetrages von den Krankenkassen gefordert werde - und „sei es auch nur um einen einzigen Euro“ - eine Strafzahlung des Krankenhauses von zehn Prozent  (mindestens aber 300 Euro) nach sich ziehe. „Die Regelung wird zum erbitterten Streit führen, ob geprüfte Rechnungen mit einer sogenannten 300 Euro-Strafe für die Krankenkassen oder einer Mindeststrafe von 300 Euro für das Krankenhaus enden“, hieß es.

Eine Million Patienten ambulant

Der Krankenhausgesellschaft gehören nach eigenen Angaben alle 37 Akut-Krankenhäuser im Nordosten sowie vier Reha-Kliniken an. Die Krankenhäuser beschäftigen demnach etwa 20 000 Mitarbeiter und erarbeiten einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Jährlich würden 450 000 Patienten stationär und eine Million Patienten ambulant behandelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen