Schwerin : Freischaffende Künstler fordern monatliche Soforthilfen

Dicht an Dicht die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin zu erleben, wird lange nicht möglich sein.
Dicht an Dicht die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin zu erleben, wird lange nicht möglich sein.

Kulturschaffende fordern eine Unterstützung von 1000 Euro im Monat vom Land.

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30. April 2020, 14:20 Uhr

Freischaffende Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern fordern angesichts der Corona-Pandemie eine monatliche Soforthilfe von 1000 Euro. „Wir möchten dringend anregen, für hauptberuflich freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Vorbild von Baden-Württemberg und Bayern eine Soforthilfe in Höhe von 1000 Euro pro Monat bis zum Ende der pandemiebedingten Einnahmeverluste einzuführen“, hieß es am Donnerstag in einem an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Kulturministerin Bettina Martin (beide SPD) adressierten Brief, den rund 190 Künstlern unterstützten.

Bekenntnis zur Kultur gefordert

Vielen freischaffenden Künstlern sei durch das Verbot öffentlicher Veranstaltungen ihre Haupteinnahmequelle weggebrochen. Die Ausfälle könnten in der Regel nicht durch alternative Wege kompensiert werden.„Wir sind überzeugt, dass das Arbeitslosengeld II für eine solche Krise im Bereich der freien Kultur kein geeignetes Instrument ist.

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Die monatliche Soforthilfe kann deutlich unbürokratischer organisiert werden und wäre zugleich ein klares Bekenntnis zum Stellenwert der Kultur für unser Land“, hieß es weiter.

20 Millionen Euro Hilfe bereits eingeplant

Die Landesregierung hatte Anfang April eine millionenschwere Unterstützung für die Kultur beschlossen. Künstler, Kulturschaffende, Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie Gedenkstätten soll mit insgesamt 20 Millionen Euro geholfen werden.

Freischaffende Künstler, die durch Absagen von Engagements in Existenznot geraten sind, sollen ein Überbrückungsstipendium von 2000 Euro erhalten können. Die Kulturförderung ist Teil des 1,1 Milliarden Euro schweren „MV-Schutzfonds“. Diesen hatte die Landesregierung aufgelegt.

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