Schiedsleute in MV : Gespräche helfen: Jeder zweite Schlichtungsversuch bei Streit glückt

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Eine wuchernde Hecke, Streit um die Grundstücksgrenzen oder ständiger Partylärm - nicht selten kriegen sich Nachbarn in die Haare. Oft endet der Konflikt vor Gericht - muss er aber nicht. Es gibt auch andere Wege.

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03. August 2019, 10:53 Uhr

Gespräche helfen: Von 244 Anträgen auf zivilrechtliche Streitschlichtung im vorigen Jahr endete die Hälfte mit einem Vergleich, wie das Justizministerium mitteilte. Von den Anträgen auf Schlichtung waren demnach 104 Nachbarschaftsstreitigkeiten. Hier gab es 2018 in sechs von zehn Fällen den Versuch einer Schlichtung, wie Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner mitteilte.

Erfolgreiche Arbeit der Schiedsleute

In 63 Verfahren erschienen die Parteien demnach zur Schlichtungsverhandlung, die in 53 Fällen auch mit einem Ergebnis abgeschlossen wurde. „Wenn mit Hilfe der Schiedsleute ein Streit in der Nachbarschaft begraben werden kann, ist das die beste Lösung“, sagte Gärtner.

Kommunikation ist alles für eine funktionierende, friedliche Nachbarschaft. Birgit Gärtner, Justizstaatssekretärin
 

Sie bezeichnete die Arbeit der 237 ehrenamtlichen Schiedsleute als sehr erfolgreich.

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Der Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen in Mecklenburg-Vorpommern hatte nach Ministeriumsangaben im Vorjahr

insgesamt 270 Anträge zur Schlichtung von Streitigkeiten zu bearbeiten. Davon stammten 26 aus dem strafrechtlichen und 244 Anträge aus zivilrechtlichen Bereich. Erst wenn nachgewiesen wird, dass der Schlichtungsversuch gescheitert ist, landen Streitigkeiten vor Gericht.

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