Lubmin : Russischer Seemann mit Heimweh löst Polizeieinsatz aus

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Sein Kapitän hatte den 32-Jährigen zuvor als vermisst gemeldet. Der Mann wurde schließlich an einem unerwarteten Ort entdeckt.

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09. Juni 2020, 13:11 Uhr

Ein russischer Seemann mit Heimweh hat in Mecklenburg-Vorpommern eine Polizeisuchaktion ausgelöst. Der 32-Jährige war zuvor von seinem Kapitän als vermisst gemeldet worden, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Der Seemann gehörte zur achtköpfigen Crew eines Frachtschiffes unter zypriotischer Flagge, das im Hafen Lubmin Rapsschrot als Schüttgut aufnehmen wollte.

Unerlaubt von Bord gegangen

„Der Mann wollte eigentlich nur vier Monate auf See sein, das waren aber wegen der Corona-Pandemie nun schon sieben Monate“, sagte ein Bundespolizeisprecher dazu. Deshalb war der 32-Jährige in der Nacht zu Montag illegal von Bord gegangen und rund 25 Kilometer nach Greifswald gelaufen. Nach der Vermisstenmeldung des Kapitäns konnten Beamte den Gesuchten in einem Einkaufspark finden, wo er aber schon aufgefallen war, da er recht hilflos erschien.

Rückflug nach Kertsch angetreten

„Das führte letztlich am Montag dazu, dass der Mann auch ein Transitvisum für einen Rückflug via Berlin nach Russland bekam“, so der Sprecher weiter. Nach einer medizinischen Versorgung konnte der russische Seemann dann den Rückflug in die 150 000-Einwohner-Großstadt Kertsch antreten und ließ seine sieben russischen und ukrainischen Seemannsbrüder zurück.

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