Klein Luckow : Verpuffung mit Schwerverletzten: Ursache wohl Restgas

Knapp eine Woche nach dem schweren Arbeitsunfall in einer Biogasanlage in Klein Luckow ermittelt die Polizei wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

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04. Juni 2020, 09:16 Uhr

Knapp eine Woche nach dem schweren Arbeitsunfall in einer Biogasanlage in Klein Luckow (Vorpommern-Greifswald) ermittelt die Polizei wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag erklärte, könnte trotz laufender Reparaturarbeiten noch Restgas in dem Biogasbehälter gewesen sein, das letztlich zu der Verpuffung führte.

Beide Männer sind außer Lebensgefahr

Bei dem Unfall waren zwei 36 und 39 Jahre alte Monteure lebensgefährlich verletzt worden. Beide seien inzwischen aber außer Lebensgefahr und sollen zum Vorfall noch gehört werden, wie die Sprecherin sagte. Später hätten zudem eine Reihe von Einsatzkräften über Atembeschwerden geklagt, die auch von frei gewordenem Biogas herrühren könnten.

Meterweit in Trichter geschleudert worden

Die Verpuffung hatte sich am 29. Mai, dem Freitag vor Pfingsten, ereignet. Die Männer hatten unter anderem am Rührwerk gearbeitet, wozu die Anlage abgeschaltet war. Durch die plötzliche Gasexplosion hatte der Jüngere schwere Verbrennungen erlitten und war meterweit in einen Trichter geschleudert worden. Er kam in eine Spezialklinik für Brandopfer nach Berlin. Der 39-Jährige stürzte bei dem Unglück etwa elf Meter in die Tiefe. Dabei fiel er auf Silage, die als Biomasse in dem Foliengasspeicher dient und weicher als Beton oder Metall ist. Er kam in eine Klinik nach Greifswald.

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