Mecklenburg-Vorpommern : Rauschgift-Kriminalität auf Rekordniveau

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Das Innenministerium meldet ein Plus von knapp zwölf Prozent.

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06. August 2019, 15:57 Uhr

Die Rauschgiftkriminalität hat in Mecklenburg-Vorpommern Rekordniveau erreicht. Im vergangenen Jahr nahm die Polizei 6669 Fälle auf - ein Plus im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent, wie das Innenministerium am Dienstag in Schwerin mitteilte. Es sei der Höchststand seit dem Beginn der Erfassung dieser Delikte. Auch der Anteil von Rauschgiftdelikten an der Gesamtkriminalität habe zugenommen. Er sei von 5,4 Prozent im Jahr 2017 auf 6,1 Prozent gestiegen. Viele Fälle sind leichter Natur: Schon der Besitz einiger Gramm Cannabis gilt als Straftat.

Weiterlesen: Schlag gegen den Drogenhandel in Schwerin

Caffier gegen Cannabis-Legalisierung

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) stellte sich gegen Forderungen nach einer Cannabis-Legalisierung. "Besitz, Anbau und Handel müssen strafbar bleiben", sagte er. "Die psychischen und physischen Auswirkungen des Konsums von Cannabis werden insbesondere durch Jugendliche leider noch immer unterschätzt." Nicht selten sei Cannabiskonsum auch der Einstieg zu sogenannten harten Drogen wie Kokain und Ecstasy. "Eine Legalisierung von Cannabis würde keineswegs zur Entschärfung von Suchtproblemen beitragen", zeigte sich Caffier überzeugt.

Der Linken-Politiker Torsten Koplin forderte eine kontrollierte Freigabe von Cannabis für Erwachsene und ein Umlenken des Geldes aus der Strafverfolgung in die Suchtvorbeugung. Mecklenburg-Vorpommern könne dafür eine Modellregion sein, meinte er. Die Landesregierung müsse zur Kenntnis nehmen, dass der Konsum von Cannabis ständig steige. "Die restriktive Verbotspolitik ist grandios gescheitert." Dem hielt Caffier entgegen, die Forderung gleiche dem Ansatz, bei zu vielen Ladendiebstählen eben auch diese zu legalisieren.

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