Bildung : Prüfungen an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern beginnen

 
 

Die Klausuren stehen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise unter besonderen Vorzeichen.

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07. Mai 2020, 16:47 Uhr

Mit der Abschlussklausur im Pflichtfach Deutsch beginnen am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern die Abiturprüfungen. Wie das Bildungsministerium am Donnerstag in Schwerin mitteilte, folgen für die landesweit rund 6100 Abiturienten in der kommenden Woche Prüfungen unter anderem in den Fächern Kunst, Englisch und Mathematik. Die bis zum 30. Mai anberaumten Prüfungen sind wegen der wochenlangen Schulschließungen umstritten.

Weiterlesen: Die Prüfungstermine stehen

Rund 4700 Schüler bei Mittlerer Reife gefordert

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) räumte ein, dass die diesjährigen Prüfungen angesichts der Corona-Pandemie unter besonderen Vorzeichen stehen. Gleichzeitig betonte sie aber, dass bis zur Schulschließung Mitte März im Abiturjahrgang der notwendige Unterrichtsstoff behandelt gewesen sei. „Es waren nur noch wenige Tage Schulpräsenz vorgesehen. Mir war, nachdem die Schulen sechs Wochen lang geschlossen waren, jedoch sehr wichtig, dass mit der Schulöffnung die Abschlussklassen vom 27. April bis zu den Abiturklausuren noch genügend Zeit für zielgerichtete Prüfungsvorbereitungen und Konsultationen mit den Lehrkräften haben“, erklärte Martin.

Die Abschlussklassen an Gymnasien sowie Regional- und Gesamtschulen waren als erste an die Schulen zurückgekehrt. Am Montag starten ebenfalls mit dem Fach Deutsch die Prüfungen zur Mittleren Reife, die Voraussetzung für viele Ausbildungsberufe ist. Rund 4700 Schülerinnen und Schüler treten dazu an. Auch für die Prüfungen gelten besondere Hygiene- und Abstandsregeln.

Abschluss in besonders belastender Situation

Der Landesschülerrat hatte den Verzicht auf die Abschlussprüfungen in diesem Jahr gefordert. Als Grund wurde unter anderem eine unzureichende Vorbereitung angeführt. Auch die psychische Belastung sei als hoch einzustufen, hieß es. Besonders Schüler aus Risikogruppen hätten Angst, erhöhten Infektionsgefahren ausgesetzt zu sein.

Der Kritik schloss sich auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an. Die Schüler müssten ihren Abschluss, der zentrale Grundlage für den weiteren Lebensweg sei, in einer besonders belasteten Situation erwerben. Zudem gehörten auch zahlreiche Lehrkräfte zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19. „Wir denken an alle und wünschen jedem und jeder, dass sie gesund bleibt und ihre Leistungsfähigkeit auch zeigen können“, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung. Die Gewerkschaft forderte das Land auf, offen für einen Nachteilsausgleich zu sein, sollten die Prüfungsergebnisse deutlich von denen der Vorjahre abweichen.

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