Prozess in Schwerin : Drogen in Bücher eingeschweißt

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Fünf Männer aus Westmecklenburg sollen jahrelang mit Ecstasy, Marihuana und Kokain gehandelt haben. Sie wurden erwischt und müssen nun mit teils mehrjährigen Haftstrafen rechnen.

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24. Januar 2019, 18:14 Uhr

In einem Prozess gegen fünf mutmaßliche Drogenhändler am Landgericht Schwerin hat die Staatsanwaltschaft Strafen von bis zu sechs Jahren und sechs Monaten Gefängnis gefordert. Das Minimum waren ein Jahr und acht Monate auf Bewährung.

In ihrem Plädoyer am Donnerstag sah es die Anklagebehörde als erwiesen an, dass die Männer im Alter zwischen 41 und 58 Jahren seit 2006 mit Amphetaminen, Ecstasy-Tabletten, Marihuana und Kokain in großen Mengen gehandelt haben. In einem Fall halfen sie brasilianischen Drogenhändlern, Drogen in eingeschweißten Büchern zu verstecken und diese per Post nach Südamerika zu schicken. Dazu hatten die Brasilianer eigens eine Verpackungsmaschine mit in die Garage eines Angeklagten in Westmecklenburg gebracht.

Taten weitgehend gestanden

Vier der Angeklagten haben die Taten weitgehend gestanden. Ihre Verteidiger beantragten für sie nur geringfügig geringere Strafen als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Für einen 56 Jahre alten Angeklagten forderte der Verteidiger Freispruch. Er sei bei einem der mutmaßlichen Mittäter lediglich seit drei Wochen zu Besuch gewesen und habe von den Drogengeschäften nichts gewusst.

Die Ermittler waren den Angeklagten durch eine von ihnen beauftragte Vertrauensperson auf die Spur gekommen, die zum Schein 20 000 Ecstasy-Tabletten und vier Kilogramm Amphetamine bestellte. Bei der Übergabe der Ware auf einem Parkplatz in Hamburg Anfang Juni 2018 griff die Polizei zu. Das Gericht will am kommenden Dienstag das Urteil verkünden.

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