Präsentation in Schwerin : Infrastrukturminister Pegel legt Radwege-Gutachten für MV vor

Der Radweg an der Steilküste bei Meschendorf ist bei der Ostsee-Sturmflut vom April 2017 teilweise abgestürzt und gesperrt. So wie hier gibt es vielerorts im Nordosten Sanierungsbedarf.

Der Radweg an der Steilküste bei Meschendorf ist bei der Ostsee-Sturmflut vom April 2017 teilweise abgestürzt und gesperrt. So wie hier gibt es vielerorts im Nordosten Sanierungsbedarf.

Heute stellt Christian Pegel in Schwerin die Ergebnisse einer Studie zum Sanierungsbedarf der Radwege im Land vor.

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08. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Der vielfach mangelhafte Zustand von Radwegen in Mecklenburg-Vorpommern erfordert einer Studie zufolge hohe Millioneninvestitionen. Allein auf der Urlaubsinsel Usedom summiert sich der Finanzbedarf für Reparaturen und grundhafte Sanierungen auf etwa zehn Millionen Euro. Das geht aus einem Gutachten hervor, das Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag in Schwerin vorstellte.

Im Auftrag seines Hauses hatten Fachleute aus Erfurt den Zustand der von Radfahrern genutzten Wege und Straßen auf Usedom untersucht. Dazu gehörten sowohl die Abschnitte des Ostseeküsten-Radwegs und des Fernradwegs Berlin-Usedom als auch kommunale Straßen, die oft von Radfahrern genutzt werden.

Die schlechter gewordenen Umfragewerte haben Tourismuswirtschaft und Landesregierung alarmiert. Eine gemeinsame Strategie von Land und Kommunen zur Verbesserung des Radwege-Angebots kam bislang aber nicht zustande.

Weiterlesen: ADFC fordert koordinierten Radwegebau in MV

Studienergebnisse werden vorgestellt

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) hatte mehrfach auf die Mitverantwortung von Gemeinden und Kreisen verwiesen, die sich angesichts hoher Unterhalts- und Reparaturkosten finanziell aber überfordert sehen. Von den Ergebnissen der Untersuchungen auf Usedom sollen Rückschlüsse auf den gesamten Finanzbedarf gezogen werden.

Im Etatentwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 hat die Landesregierung für Radwege bislang vier Millionen Euro eingeplant. Landestourismusverband und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) votierten bereits dafür, dieses Geld vor allem in den Ostseeküsten-Radweg und den Radfernweg Berlin-Kopenhagen zu investieren. Die vier Millionen Euro reichten nicht aus, um alle neun Radfernwege im Land zu unterhalten und an die steigenden Anforderungen anzupassen.

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