Perlenkette von Heiligendamm : Erhöhtes Bautempo bei Restaurierung

Das Ostseebad Heiligendamm mit der Seebrücke, dem Grand Hotel (M) und der 'Perlenkette' (l) der historischen Häuser ist zu sehen.
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Das Ostseebad Heiligendamm mit der Seebrücke, dem Grand Hotel (M) und der "Perlenkette" (l) der historischen Häuser ist zu sehen.

Ein Spaziergang am Ostseestrand von Heiligendamm macht den Unterschied zwischen sanierten und unsanierten Häusern der siebenteiligen Perlenkette deutlich. Nun gibt der Bauherr Gas.

svz.de von
09. November 2018, 20:00 Uhr

Die Sanierung der sogenannten Perlenkette am Ostseestrand von Heiligendamm wird schneller voranschreiten als bisher geplant. Ab sofort würden die fünf verbleibenden unsanierten Häuser der Kette gleichzeitig in Angriff genommen, sagte Julius Jagdfeld von der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) am Freitag. Die Perlenkette umfasst sieben Strandvillen entlang der Küste östlich des Grand Hotels, die nach der politischen Wende unbewohnt blieben und zusehends zerfielen.

Die Sanierung der Perlenkette wird schneller voranschreiten als bisher geplant. Ab sofort werden die fünf verbleibenden unsanierten Häuser der Kette gleichzeitig in Angriff genommen.
Bernd Wüstneck

Die Sanierung der Perlenkette wird schneller voranschreiten als bisher geplant. Ab sofort werden die fünf verbleibenden unsanierten Häuser der Kette gleichzeitig in Angriff genommen.

 

Zum G8-Gipfel 2007 war das erste Haus, die „Villa Perle“, abgerissen und 2013 als Feriendomizil fertiggestellt worden. Die Sanierung der Villa „Greif“, dem zweiten Haus der Kette, wurde in diesem Jahr beendet. Die Wohnungen in diesen beiden Häusern sind nach Angaben eines Sprechers ebenso verkauft wie die der Villa „Möwe“, für die am Freitag Richtfest gefeiert wurde. Sie soll im ersten Halbjahr 2019 fertig saniert sein. Beim Kauf einer Wohnung in den Häusern der Perlenkette müsse mit Quadratmeterpreisen von rund 17 000 Euro gerechnet werden, hieß es.

Für die Villa 'Möwe' der sogenannten Perlenkette des historischen Ostseebades wird Richtfest gefeiert.
Bernd Wüstneck

Für die Villa "Möwe" der sogenannten Perlenkette des historischen Ostseebades wird Richtfest gefeiert.

 

Für die anderen Villen „Seestern“, für deren Sanierung ebenfalls am Freitag der erste Spatenstich gesetzt wurde, „Schwan“, „Hirsch“ und „Anker“ liegen noch keine konkreten Zeitpläne vor. Für die vollständige Sanierung eines Hauses sei von einer Dauer von zwei Jahren auszugehen, sagte ein ECH-Sprecher. Mit Blick auf die beginnende kalte Jahreszeit sei das Unternehmen zwar ein Risiko eingegangen. Die Winter der vergangenen Jahre seien aber so gewesen, dass die Bautätigkeit fast jederzeit möglich gewesen wäre.

Heiner Zimmermann (l-r), Geschäftsführer der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH), und Julius Jagdfeld, ECH, vollziehen vor der Villa 'Seestern' der sogenannten Perlenkette des historischen Ostseebades den ersten Spatenstich für die Sanierung des Gebäudes
Bernd Wüstneck

Heiner Zimmermann (l-r), Geschäftsführer der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH), und Julius Jagdfeld, ECH, vollziehen vor der Villa "Seestern" der sogenannten Perlenkette des historischen Ostseebades den ersten Spatenstich für die Sanierung des Gebäudes

 

Die Jagdfeld-Gruppe mit Anno August Jagdfeld an der Spitze hatte 1996 den Großteil der zu Heiligendamm gehörenden Immobilien erworben, die meisten davon in sehr schlechtem Zustand. Mehr als 220 Millionen Euro wurden hauptsächlich in das Grand Hotel investiert, das 2003 den Betrieb aufnahm. Rund 1900 Anleger hatten in den geschlossenen Immobilienfonds „Fundus 34“ 135 Millionen Euro eingebracht, sie verloren jedoch bei der Insolvenz 2012 den Großteil des Geldes. Danach erwarb der Wirtschaftsprüfer Paul Morzynski aus Hannover das Ensemble. Die Perlenkette selbst ist im Eigentum der zur Jagdfeld-Gruppe gehörenden ECH.

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