Parchim : Konzern widerspricht Linken-Politikerin: „Aus für Kinderklinik nicht endgültig beschlossen“

 
 

Die Aussage zum Ende der Kinderklinik von Linken-Abgeordneten Jacqueline Bernhardt soll laut Geschäftsführung falsch sein.

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15. November 2019, 11:30 Uhr

Über die Zukunft der seit Pfingsten geschlossenen Kinderstation am Asklepios-Klinikum in Parchim ist nach Angaben eines Konzernsprechers noch keine Entscheidung getroffen worden. Der Stand sei unverändert, sagte er am Freitag und widersprach damit der Linke-Abgeordneten Jacqueline Bernhardt.

Vier Unterstützer des Offenen Briefes an die Klinkleitung Parchim: die Land- und Kreistagsabgeordneten Christian Brade (SPD) und Jacqueline Bernhardt (Die Linke) sowie Stadtvertreterin Steffi Pulz (Die Linke) und André Pinnau vom Kreisvorstand der SPD (v.l.).
K. Frick
Vier Unterstützer des Offenen Briefes an die Klinkleitung Parchim: die Land- und Kreistagsabgeordneten Christian Brade (SPD) und Jacqueline Bernhardt (Die Linke) sowie Stadtvertreterin Steffi Pulz (Die Linke) und André Pinnau vom Kreisvorstand der SPD (v.l.).
 

Diese hatte am Vorabend im Schweriner Landtag mitgeteilt, dass die Klinikleitung die Stadtvertreter darüber informiert habe, dass die Kinderstation nicht wieder eröffnet werde.

Weiterlesen: Kinderstation in Parchim vor endgültigem Aus

Akuter Ärztemangel hatte im Frühjahr zur Schließung der Kinder- und Jugendabteilung geführt. Die Stellen hatten bislang nicht wieder besetzt werden können.

Die Linke-Abgeordnete Bernhardt sprach im Landtag ebenfalls davon, dass auf der Geburtenstation in Parchim aktuell nur ein Arzt tätig sei, so dass auch deren Zukunft fraglich sei. „Es wird nicht mit offenen Karten gespielt“, beklagte sie. Auch dem widersprach der Asklepios-Sprecher. Seinen Angaben zufolge sind vier angestellte Ärzte und ein Honorar-Arzt dort im Einsatz.

Kritik an Personalpolitik

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) kündigte Gespräche mit dem Klinikbetreiber an, äußerte sich aber zurückhaltend zu den Erwartungen. „Es ist unser Ziel, die Geburtenstation fortzuführen und für die Pädiatrie noch eine Lösung zu finden“, sagte Glawe, der nach eigenen Worten in der kommenden Woche mit Spitzen des Klinikkonzerns zusammentreffen wird.

Indirekt äußerte der Minister Kritik an dessen Personalpolitik: „Ich habe noch nie erlebt, dass fünf Ärzte auf einmal krank werden oder kündigen und wenige Wochen später keiner mehr da ist“, sagte Glawe.

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