Ostsee : Havariekommando hatte sechs Großeinsätze und mehr als 100 Übungen

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Bei großen Unfällen auf der Nord- und Ostsee organisiert das Havariekommando den Einsatz der Hilfskräfte. Um im Notfall schnell und gut zu handeln, trainiert das Personal auch mit Partnern.

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02. Januar 2020, 14:15 Uhr

Das Havariekommando hat im vergangenen Jahr drei Einsätze auf der Nordsee, zwei auf der Elbe und einen in der Ostsee geleitet. „Jede Einsatzlage hatte ihre Herausforderungen und lieferte Erkenntnisse für die Zukunft“, sagte der Leiter des Havariekommandos Hans-Werner Monsees am Donnerstag bei einer Bilanz für das Jahr 2019.

Fünf der sechs Schadenslagen passierten im Januar - dazu zählte die Havarie des Frachters „MSC Zoe“, der in der stürmischen Nordsee 342 Container verloren hatte.

Sitz in Cuxhaven

Das Havariekommando wurde 2003 als gemeinsame Einrichtung des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer gegründet. Bei Unfällen auf der Nord- und Ostsee plant und organisiert es Hilfe etwa für Verletzte, bei Verunreinigungen durch Schadstoffe und bei Bränden.

Es hat keine eigenen Einsatzkräfte, sondern arbeitet mit Partnern auf Bundes- und Länderebene zusammen wie Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Sitz des Havariekommandos mit derzeit rund 40 Beschäftigten ist in Cuxhaven.

Übungen in der Ölbekämpfung

Um sich auf Notfälle vorzubereiten, haben das Havariekommando-Personal und die Einsatzkräfte der Partner nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mehr als 100 Übungen durchgeführt. Sie trainierten zum Beispiel die Ölbekämpfung mit Schiffen, einem Ölüberwachungsflugzeug und einem Hubschrauber.

Dabei arbeiteten Einsatzkräfte aus den Niederlanden, Norwegen, Dänemark, Deutschland und von der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs zusammen.

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Manche Übungen etwa zur Versorgung von Verletzten wurden im Süden Deutschlands oder im Ausland organisiert. „Wir wollen für alle Einsatzkräfte optimale Übungsbedingungen schaffen, damit wir im Einsatzfall Menschen und Umwelt vor den Auswirkungen eines Schadensereignisses bestmöglich schützen können“, sagte Monsees.

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