Nord- und Ostsee : Kilometerlange Staus im Norden - in MV fast freie Fahrt

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Tausende Urlauber und Kurzentschlossene zieht es am Wochenende an die Küsten und Inseln in Norddeutschland. Viele Autofahrer müssen sich zunächst jedoch mit kilometerlangen Staus und stockendem Verkehr abfinden.

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27. Juli 2019, 16:08 Uhr

Stau und stockender Verkehr statt Strandkorb und Sonnenbad: Der Ferienbeginn in Süddeutschland und bestes Sommerwetter haben am Samstag den Verkehr auf den Autobahnen im westlichen Norddeutschland zum Erliegen gebracht. Auf der A1 kam es morgens zwischen dem Maschener Kreuz und Ahrensburg auf einer Strecke von mehr als 30 Kilometern zu Stau und stockendem Verkehr, wie eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale Hamburg mitteilte. «Für Reisende in Richtung Ostsee gibt es da leider kein flüssiges Durchkommen», sagte sie. Auch zur Mittagszeit hatte sich die Verkehrslage noch nicht entspannt.

Fahrt wird zur Geduldsprobe

Egal ob zur Travemünder Woche, den Nordseeinseln wie Sylt, Amrum und Föhr oder den kilometerlangen Ostseestränden: Für die vielen Spontanurlauber aus dem Hamburger Raum und Feriennachzügler aus dem Süden wurde die Fahrt zur Geduldsprobe. So staute sich der Verkehr morgens nicht nur auf der A1, sondern auch auf der Autobahn 7. Zwischen dem Dreieck Südwest und Schnelsen-Nord gab es auf einer Strecke von mehr als 13 Kilometern kaum ein Durchkommen für die Fahrer.

Auf dem Weg nach Sylt mussten Reisende des «Sylt-Shuttles» zur Mittagszeit noch rund eine Stunde auf ihre Überfahrt warten.

Fast freie Fahrt in MV

Etwas mehr Glück hatten hingegen Autofahrer, die in Mecklenburg-Vorpommern zur Ostseeküste fuhren. Zur Mittagszeit stockte der Verkehr lediglich auf der Autobahn 20 Richtung Rostock zwischen den Anschlussstellen Grimmen-West und Tribsees auf rund zwei Kilometern, in der Gegenrichtung waren es zwischen Bad Sülze und Tribsees rund fünf Kilometer. Zu größeren Unfällen sei es nicht gekommen, teilte ein Sprecher der Polizei Rostock mit.

Die Staus auf den Hauptferienrouten an diesem Wochenende waren vom Autoclub ADAC erwartet worden. In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg haben gerade die Schulferien begonnen. Gleichzeitig läuft der Rückreiseverkehr von Nord- und Ostsee und Skandinavien nach Süden.

Abkühlung in der Ostsee

Am gewünschten Reiseziel angekommen, genossen die vielen Kurzurlauber tagsüber dann bei Temperaturen um die 25 Grad die angenehm kühlenden Windböen. An beliebten Urlaubsorten wie dem Timmendorfer Strand, Grömitz oder Warnemünde belagerten sie die Strandkörbe und Handtücher und suchten Abkühlung in der Ostsee.

Doch nicht überall ging die Badelust so glimpflich aus wie in den Kurorten: In Hamburg-Tatenberg verunglückte ein 25 Jahre alter Mann beim Schwimmen mit seinen Freunden in der Dove Elbe. Er wurde leblos aus dem Wasser geborgen und in ein Krankenhaus gebracht, sagte eine Polizeisprecherin. Es sei noch unklar, ob er das Unglück überleben werde. Der Inder war mit einer Studentengruppe gemeinsam an die Badestelle gekommen.

Tiefdruckgebiet im Anmarsch

Nach den historischen Hitzetagen können sich die Menschen in Deutschland nun auf eine leichte Abkühlung freuen. Hoch «Yvonne» wandert nach Skandinavien ab und macht Platz für das Tiefdruckgebiet «Vincent», das auch im Norden Schauer und mancherorts sogar Unwetter mit sich bringen soll. Das bringt wohl nicht nur Abkühlung, sondern auch Entlastung für die Feuerwehren der einzelnen Bundesländer: bis Samstag galt weiterhin erhöhte Waldbrandgefahr für große Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens.

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