Trauerstaatsakt in Neubrandenburg : Kondolenzbuch für gestorbene Landtagspräsidentin

Sylvia Bretschneider, so wie man sie immer kannte

Sylvia Bretschneider, so wie man sie immer kannte

In Schwerin und Neubrandenburg können Interessierte ihre Trauer über den Tod von Sylvia Bretschneider kundtun. Am 13. Mai soll sie mit einem Trauerstaatsakt in Neubrandenburg geehrt werden.

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30. April 2019, 07:55 Uhr

Zwei Tage nach dem Tod von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider haben sich erste Trauernde in Kondolenzbücher für die SPD-Politikerin im Schweriner Landtag und in Neubrandenburg eingetragen. „Wir haben es zum Gedenken an die Verstorbene mit Kerze und Bild im Wahlkreisbüro aufgestellt“, sagte Büroleiterin Anja K. Peters am Dienstag in Neubrandenburg.

Bretschneider war seit 2002 Landtagspräsidentin und am Sonntag im Alter von 58 Jahren in Neubrandenburg an einem Krebsleiden gestorben.

Weiterlesen: Sylvia Bretschneider gestorben: Gekämpft bis zum Schluss

In das Kondolenzbuch im Foyer des Plenarsaals des Landtags trugen sich am Dienstag als erste Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ein. Neben ihnen kondolierten unter anderem die Fraktionsspitzen von SPD, CDU und Linken. Bis zum 12. Mai könne sich eingetragen werden, erklärte Schlupp.

Bürger und Politiker verleihen ihrer Trauer Ausdruck

In Neubrandenburg kämen sowohl Parteifreunde als auch Bürger, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, erklärte Peters. „Die Menschen sind bestürzt, überrascht und sehr traurig, dass ihr Schicksal trotz des Kampfeswillen keine andere Wendung genommen hat.“ Bretschneider hatte das Amt seit Ende 2017 ruhen lassen, aber bis zum Schluss gearbeitet, so wie es die Erkrankung zuließ. Die gebürtige Warenerin war nach Schule und Lehrerstudium 1983 nach Neubrandenburg gekommen, wo sie mit Familie lebte.

Sie war Anfang 2019 noch in den Vorstand des Stadtverbands gewählt worden. „Das sollte ein Zeichen der Hoffnung sein“, erklärte Sprecher Michael Stieber. Bretschneider habe jede Möglichkeit genutzt, um für Weltoffenheit und Toleranz zu streiten. Man werde am 1. Mai beim Demokratiefest an sie erinnern und Bretschneider den Jahresempfang des Stadtverbands am 9. Mai in Neubrandenburg widmen.

Mit einem Trauerstaatsakt am 13. Mai soll Bretschneider in der Neubrandenburger Konzertkirche gedacht werden.

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