Nach tödlichen Schüssen in Halle : Erhöhter Schutz für Synagogen in MV

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Bei Schüssen in Halle in Sachsen-Anhalt wurden zwei Menschen getötet. Ziel war offenbar die Synagoge im Ort. Für jüdische Gemeinden in MV werden daher die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

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10. Oktober 2019, 06:30 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen von Halle hat am Mittwoch auch Mecklenburg-Vorpommern seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in Schwerin mitteilte, richten sich die erhöhten Schutzmaßnahmen insbesondere auf die jüdischen Einrichtungen im Land. Diese würden „durch die zuständigen Polizeiinspektionen bis auf Weiteres intensiver bestreift“, sagte Caffier.

Die beiden jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre zentralen Orte und Synagogen in Rostock und Schwerin. An der Synagoge in Rostock gab es am Mittwochabend eine Mahnwache, mehr als 50 Menschen waren gekommen und zündeten Kerzen an.

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Seehofer spricht von „antisemitischem Angriff“

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen in der Nähe einer Synagoge erschossen worden. Es sei laut Polizei davon auszugehen, dass es sich um einen rechtsextremen Hintergrund handele. „Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt“, äußerte sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwochabend.

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Wie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, sagte, hatte ein schwer bewaffneter Mann die Synagoge direkt angegriffen. In der Synagoge habe die Gemeinde den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert.

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