Neubrandenburg : Nach jahrelangem Streit: Standort für Marx-Statue gefunden

Vor einer Lagerhalle der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH Neuwoges liegt das Karl-Marx-Denkmal auf einer Transportpalette.

Vor einer Lagerhalle der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH Neuwoges liegt das Karl-Marx-Denkmal auf einer Transportpalette.

Die Entscheidung ist endlich gefallen: Umstrittene Bronzefigur soll am Friedrich-Engels-Ring stehen.

svz.de von
25. Oktober 2018, 15:37 Uhr

Nach jahrelangem Streit ist in Neubrandenburg ein Standort für die umstrittene Karl-Marx-Statue gefunden worden. Die 2,20 Meter hohe Bronzefigur wird nicht mehr in der Innenstadt stehen, sondern am Friedrich-Engels-Ring, sagte Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Donnerstag vor Journalisten.

An dem Standort gegenüber des südlichen Stadtwalls liegt ein kleiner See - der Schwanenteich - mit Park. „Der Engels-Ring liegt inhaltlich am nächsten zu Marx.“ Die Stadtfraktionen seien informiert, die untere Denkmalbehörde habe zugestimmt. Mit der Zustimmung der Landesdenkmalbehörde rechnet Witt ebenfalls. Bis Jahresende soll die Bronzefigur, die seit 17 Jahren im Depot liegt, an dem dreispurigen Stadtring aufgestellt sein.

Der Sockel werde vorbereitet, das Denkmal selbst „aufgehübscht“. Das Auftragswerk des Berliner Bildhauers Gerhard Thieme (1928-2018) stand von 1969 bis 2001 im Zentrum von Neubrandenburg. Bis 1989 war es auf dem Marktplatz, dem damaligen Karl-Marx-Platz, wo entsprechende Kundgebungen der sozialistischen Führung stattfanden. Danach stand die Figur bis 2001 wenige Meter weiter neben der Bibliothek. 2001 wurde das Kunstwerk wegen seines defekten Sockels aus Sicherheitsgründen abgebaut und eingelagert.

Witt hatte mit einem Vorschlag, das Kunstwerk schwebend aufzustellen, eine rege Debatte um eine entideologisierte Aufstellung angestoßen.

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