Nach dem Großbrand in Lübtheen : Bundesinnenminister Seehofer besucht Brandregion

Seehofer (r., CSU), Bundesminister für Inneres, und Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern.
Seehofer (r, CSU), Bundesminister für Inneres und Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern. /Archiv

Der Waldbrand bei Lübtheen hat erneut die Gefahren offengelegt, die von Munition auf Truppenübungsplätzen ausgeht. Gesprächsstoff auch für Bundesinnenminister Seehofer.

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10. Juli 2019, 06:17 Uhr

Wenige Tage nach dem Löschen des verheerenden Waldbrandes auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen wird Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der westmecklenburgischen Region erwartet. Der Minister wolle sich am Mittwoch über die Brandbekämpfung und die dabei vom Bund geleistete Hilfe informieren, hieß es. Geplant sei auch ein Besuch des Munitionszerlegebetriebes in Jessenitz-Werk, das die Arbeit wegen des Feuers hatte einstellen müssen. Nach Angaben der Einsatzleitstelle waren die Flammen bis auf 50 Meter an den Betrieb herangerückt.

Munitionsräumung wird Thema sein

Das Feuer war am 30. Juni auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen und konnte erst am Montag so weit gelöscht werden, dass nach acht Tagen der Katastrophenalarm aufgehoben werden konnte. Das gesamte Übungsgelände ist hochgradig mit Munition belastet, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Zum Einsatz kamen daher unter anderem auch Löschhubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei sowie Räumpanzer. Insgesamt wurden durch das Feuer rund 1200 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Zwar hatte es kurz zuvor an gleicher Stelle schon einmal gebrannt, doch vermuten die Behörden vorsätzliche Brandstiftung und ermitteln dazu.

Bei einem Treffen Seehofers mit Landes-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) soll es dem Vernehmen nach auch um eine rasche Munitionsräumung auf dem ehemaligen Manövergelände gehen. Zur Debatte stehen zudem Verbesserungen bei der Bekämpfung von Waldbränden in ganz Deutschland. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte bereits deutlich gemacht, dass sie vorrangig den Bund in der Pflicht sieht, rasch für mehr Sicherheit zu sorgen. Wie Caffier erhob sie zudem die Forderung nach Schaffung einer bundesweiten Einsatzgruppe. Diese soll Feuerwehren insbesondere bei der Brandbekämpfung in munitionsbelasteten Gebieten unterstützen.

 

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