Nach Todesfall Leonie : Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Mutter

Kerzen und Plüschtiere stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem Leonie mit ihrer Familie wohnte.
Kerzen und Plüschtiere stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem Leonie mit ihrer Familie wohnte.

Ihr werde fahrlässige Tötung vorgeworfen.

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30. April 2020, 12:53 Uhr

Im Fall der getöteten sechsjährigen Leonie aus Torgelow in Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mutter erhoben. Ihr werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Donnerstag mit.

Verletzung der Sorgepflicht

Die Mutter sei nach den abgeschlossenen Verhandlungen hinreichend verdächtig, am Tattag die elterliche Sorgepflicht verletzt zu haben. Sie habe die Verletzungen des Kindes erkannt, jedoch keine medizinische Hilfe gerufen. Bei rechtzeitiger ärztlicher Hilfe hätte Leonie die erlittenen Verletzungen überleben können, hieß es weiter. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Der Fall hatte überregional für Aufsehen gesorgt. Leonie war am 12. Januar 2019 in der Wohnung ihrer Mutter und ihres Stiefvaters schwer misshandelt worden. Sie starb an den Folgen der Verletzungen. Das Landgericht Neubrandenburg hatte ihren Stiefvater Anfang des Jahres wegen Mordes, Körperverletzung mit Todesfolge und schwerer Misshandlung Schutzbefohlener zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 28-Jährige hatte laut Gericht unter anderem mehrfach gegen den Kopf des Mädchens geschlagen. Darüber hinaus habe er verhindert, dass rechtzeitig Hilfe geholt wurde, um seine Taten zu verdecken.

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