Nach Prozess in Dresden : Mehrere Mädchen missbraucht: Höchststrafe für Malchower rechtskräftig

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Der 35-Jährige muss zehn Jahre in Haft.

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10. Juli 2019, 09:18 Uhr

Der 35-jährige Mecklenburger, der Ende Juni wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in Dresden zu zehn Jahren Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt wurde, wird die Strafe verbüßen.

Weiterlesen: Malchower wegen Kindesmissbrauchs zu Haftstrafe verurteilt

Das Urteil gegen den einschlägig vorbestraften Mann ist inzwischen rechtskräftig, wie ein Sprecher des Landgerichtes am Mittwoch sagte. Während der gesetzlichen Frist habe weder der Verurteilte noch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt.

Alter der Kinder hat Täter nicht abgehalten

Das Landgericht hatte den Mann aus Malchow, der drei kleine Mädchen aus Sachsen sexuell missbraucht hat, am 21. Juni zur Höchststrafe mit Sicherungsverwahrung verurteilt. Weder das Alter der Kinder noch Gegenwehr hätten den Verurteilten davon abgehalten, eine Ein- und eine Vierjährige zu missbrauchen und zu vergewaltigen, hieß es dazu. Die Fälle hatten sich 2018 in Sachsen und auf einer Urlaubsreise in Ungarn und Rumänien ereignet.

Zudem hatte der Mann eine Siebenjährige aus Chemnitz missbraucht. Der Verurteilte hatte in der Internet-Dating-Plattform "Knuddels" gezielt nach Single-Müttern mit kleinen Töchtern gesucht. Der Mann lebte bisher von Gelegenheitsjobs, hatte den Müttern aber Wohlstand und Ehe versprochen, um an die Kinder zu kommen.

Fall sorgte für Aufregung

Der Fall hatte für Aufregung gesorgt, weil das Amtsgericht in Waren an der Müritz den Mann im September 2018 noch wegen Kindesmissbrauchs in Malchow zu einer Haftstrafe verurteilt hatte, aber keinen Haftbefehl erließ. Die Strafe wurde nicht rechtskräftig, da der Mann damals Rechtsmittel einlegte. Kurz danach wurden die Fälle aus Sachsen bekannt. Der Verurteilte wurde dann Ende Oktober 2018 in Malchow gefasst. Mit dem Urteil entsprach das Landgericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Gegen den Mann wird wegen weiterer Fälle ermittelt.

Die mitangeklagte Mutter der jüngeren Mädchen, die entscheidend zur Aufklärung beigetragen hatte, war zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auch diese Strafe sei inzwischen rechtskräftig, hieß es vom Landgerichtssprecher.

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