Mordprozess um Leonie : Erste Gutachter werden angehört

Die Schwurgerichtskammer hat zwei Experten geladen, die für die toxikologischen Untersuchungen sowie für DNA-Analysen zuständig waren.

von
07. November 2019, 09:37 Uhr

Mit der Anhörung von Rechtsmedizinern ist am Donnerstag am Landgericht Neubrandenburg der Prozess um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie fortgesetzt worden. Die Schwurgerichtskammer hat zwei Experten geladen, die für die toxikologischen Untersuchungen sowie für DNA-Analysen zuständig waren. So wurden unter anderem Blutspuren in der Wohnung der Familie gefunden, deren Herkunft unklar war und die per DNA-Test überprüft wurden.

Weiterlesen: Verhandlung dauert länger: Urteil im Januar geplant

Leonie war am 12. Januar in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) tot in der Wohnung von Mutter und Stiefvater gefunden worden. Rechtsmediziner stellten bei ihr viele Verletzungen fest, die von Misshandlungen herrühren sollen. Dem Stiefvater wird Mord durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Er schwieg bisher vor Gericht.

Laut Anklage hat der Mann das Mädchen mehrfach so misshandelt, dass es infolge der Verletzungen starb. Der 28-Jährige hatte bei der Polizei von einem Treppensturz Leonies gesprochen. Er hatte aber erst viel später Hilfe geholt - laut Anklage, um die Misshandlungen zu verdecken. Auch bei Leonies kleinem Bruder waren Verletzungen gefunden worden, die auf grobe Misshandlungen schließen lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen