Prozess in Schwerin : Mord an Rentnerin in Mueß: 24-Jähriger nennt grausame Details

Mit Blumen und Herzen bringen Nachbarn und Freunde vor dem Haus des Opfers ihre Trauer zum Ausdruck.
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Mit Blumen und Herzen bringen Nachbarn und Freunde vor dem Haus des Opfers ihre Trauer zum Ausdruck.

Bei Einbruch von Hausbesitzerin überrascht: Räuber schlägt und tritt auf Seniorin ein - mit tödlichen Folgen.

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28. März 2019, 14:34 Uhr

Im Prozess um den Raubmord an einer 85 Jahre alten Rentnerin in Schwerin hat der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Bislang hatte der 24 Jahre alte gelernte Koch in dem vor zwei Wochen am Landgericht Schwerin begonnenen Prozess behauptet, er könne sich nicht daran erinnern, weil er zu viele Drogen konsumiert hatte. Die Anklage der Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und Raub vor.

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Täter schlug erbarmungslos auf Opfer ein

Die Rentnerin hatte den Angeklagten Anfang September 2018 nachts in ihrem Einfamilienhaus bei einem Einbruch überrascht. Die alte Frau habe in ihrem Schlafzimmer geschrien, sagte der Angeklagte am Donnerstag. Deshalb habe er sie auf ihr Bett gedrückt und versucht, sie zu erwürgen oder sie mit einem Kissen zu ersticken. Als dies nicht gelungen sei, habe er die Frau auf den Fußboden gezogen und heftig auf sie eingeschlagen und eingetreten. Nach etwa zehn Minuten habe er von ihr abgelassen, weil er keine Kraft mehr gehabt habe. Zu diesem Zeitpunkt habe sie noch gelebt.

Der Angeklagte und sein Anwalt
Foto: Volker Bohlmann
Der Angeklagte und sein Anwalt
 

Hilfe zu holen sei ihm nicht in den Sinn gekommen, sagte er auf Nachfrage eines Richters. Später habe er eine Decke über den leblos erscheinenden Körper gelegt. Nach der Tat durchsuchte der mutmaßliche Mörder demnach zwei Stunden das Haus. Er floh mit 150 Euro, etwas Schmuck und Besteck sowie zwei Schließfachschlüsseln. Sechs Tage später stellte er sich der Polizei.

>> Ein ausführlicher Bericht folgt

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