Corona-Krise : Sozialministerin Drese fordert unabhängige Produktion von Schutzausrüstung in EU

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Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat sich für eine erhöhte Produktion innerhalb der EU ausgesprochen.

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30. März 2020, 13:59 Uhr

Angesichts des Mangels an Schutzausrüstungen vor allem in Pflegeeinrichtungen hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) für eine ausreichende Produktion in der EU ausgesprochen. „Wir sollten nach der Krise in Europa besprechen, wie wir uns mit eigener Produktion unabhängiger machen“, sagte sie am Montag in einem Hörerforum von NDR 1 Radio MV.

Die EU dürfe nicht wie jetzt auf den globalen Markt angewiesen sein. Die Ministerin kritisierte, dass Schutzausrüstungen teils zu Wucherpreisen gehandelt würden. Dass es Krisengewinnler gebe, sei „völlig inakzeptabel“, sagte sie. Eingreifen könne das Land an der Stelle aber leider nicht.

Selbstgenähte Masken

In der Not werden überall im Land Atemschutzmasken aus Baumwolle genäht - zum Beispiel in Theaterschneidereien, Justizvollzugsanstalten und beim DRK. Der MV-Landesgeschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Sven Wolfgram, sagte, seit Montag vergangener Woche sei empfohlen, in der Pflege mit Mund-Nasenschutz zu arbeiten. „Da behilft man sich mit selbstgenähten Masken.“

Wenn sie vernünftig genäht seien, böten sie auch zunächst ausreichenden Schutz für Pfleger und Patienten. Bei der Arbeit mit nachweislich infizierten Patienten seien dann aber spezielle Schutzmasken mit Partikelfilter nötig.

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