Kreis Seenplatte : Millionenaufwand wegen Corona-Krise

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Allein 1,5 Millionen Euro müsse der Kreis für die schnelle Einrichtung vieler „Home-Office“-Arbeitsplätze aufbringen.

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10. Juni 2020, 20:27 Uhr

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rechnet im Zuge der Corona-Krise mit hohen Verlusten und zusätzlichem Aufwand. Das geht aus dem Verwaltungsbericht des Landrates Heiko Kärger (CDU) hervor, der am Mittwoch beim Kreistag in Neubrandenburg vorgestellt wurde. Allein 1,5 Millionen Euro müsse der Kreis für die schnelle Einrichtung vieler „Home-Office“-Arbeitsplätze aufbringen, die über eine Tochtergesellschaft für Digitalisierung realisiert wurden. Nach einer ersten Aufstellung kämen Verluste von 250 000 Euro im Monat bei der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) dazu, die von Mitte März bis Mitte Mai deutlich weniger Bus-Fahrgäste und vor allem keine touristischen Kunden hatte.

Eine endgültige Aufstellung der Kosten existiert noch nicht

Weitere 100 000 Euro pro Monat an Verlust fielen den Angaben zufolge durch die Schließung beim Natur-Info-Zentrum Müritzeum in Waren an der Müritz an. Eine endgültige Kostenaufstellung gebe es noch nicht, betonte Kärger. Einen kleinen Teil der Mehrkosten habe man durch Kurzarbeit auffangen können, hieß es. Das Land und der Bund hätten den Kommunen aber Hilfen in Aussicht gestellt. Die Seenplatte ist mit 5500 Quadratkilometern doppelt so groß wie das Saarland und der nach Fläche mit Abstand größte deutsche Landkreis.

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