Mehrere Unternehmen beteiligt : Telefonanbieter bauen LTE-Netz in MV aus

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Damit sollen Funklöcher verschwinden und die Kapazität für den bisher noch schnellsten Mobilfunkstandard erhöht werden. Handynutzer im Nordosten können mit einer besseren Netzabdeckung rechnen.

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31. Mai 2019, 11:53 Uhr

Vodafone kündigte an, innerhalb eines Jahres 70 neue LTE-Stationen zu bauen und vorhandene Masten mit LTE aufzurüsten, sowie die Kapazität von 30 vorhandenen LTE-Stationen zu erhöhen. Damit sollen Funklöcher beseitigt und an mehr Standorten der derzeit schnellste Mobilfunkstandard LTE angeboten werden, teilte Vodafone am Freitag mit. Investitionen in Höhe von rund 17 Millionen Euro seien vorgesehen. Die meisten Projekte seien im Landkreis Vorpommern-Rügen geplant, der mit rund 87 Prozent LTE-Abdeckung bisher am schlechtesten versorgt sei.

Ein Sprecher des Telefonanbieters Telefónica mit seinen Marken O2 und E-Plus erklärte, in den vergangenen Wochen seien Funkmasten in zahlreichen kleineren Orten wie Malchin oder Wesenberg mit LTE nachgerüstet worden. Bundesweit seien in diesem Jahr mehr als 10 000 Aufrüstungen geplant, darunter auch in MV.

Forderung des Schweriner Landtags

Im April hatte der Landtag in Schwerin die Regierung einstimmig aufgefordert, ein eigenes Mobilfunkförderprogramm aufzulegen. Es soll einen Umfang von 50 Millionen Euro haben und Kommunen in die Lage versetzen, selbst Funkmasten zu errichten und in Kooperation mit Mobilfunkbetreibern so für eine bessere Netzabdeckung in ihren Regionen zu sorgen.

Das Programm hat auch damit zu tun, dass beim Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G nur 98 Prozent der Haushalte in Deutschland versorgt werden müssen. Damit werden im ländlichen Raum weiße Flecke bleiben. MV hatte eine hundertprozentige Abdeckung gefordert, konnte sich aber nicht durchsetzen.

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