Mecklenburg-Vorpommern : Mehr Gewalttaten gegen Polizisten im vergangenen Jahr

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Über 800 Gewalttaten gegen Polizisten wurden 2019 registriert.

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28. Mai 2020, 16:28 Uhr

Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Gewalttaten gegen Polizisten registriert worden. Die Zahl stieg im Vergleich zu 2018 von 653 auf 820, wie das Innenministerium am Donnerstag in Schwerin mitteilte.

„Das bereitet mir Sorge und deshalb ist es mir auch ein besonderes Anliegen, unsere Beamtinnen und Beamten bestmöglich auszurüsten und zu schützen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in einer Mitteilung. Caffier habe am Donnerstag neue Überziehwesten an die Landespolizei in Schwerin übergeben. Diese sollen den Angaben zufolge zusätzlichen Schutz bieten.

Mehr Polizisten wurden Opfer von Gewalt

Im vergangen Jahr wurden laut Innenministerium ebenfalls mehr Polizisten Opfer von Gewalt. Diese Zahl stieg demnach auf 1750 im vergangenen Jahr, 415 mehr als noch 2018. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg im selben Zeitraum von 491 auf 618, hieß es weiter.

„Als deeskalierendes und gewaltpräventives Einsatzmittel sowie als Mittel zur Beweissicherung und Aufklärung von Straftaten haben wir den Einsatz von Body-Cams in unserem neuen Sicherheits- und Ordnungsgesetz verankert. Auch das wird für mehr Schutz der Einsatzkräfte sorgen“, sagte Caffier weiter.

Zunächst würden Schwerpunktdienststellen schrittweise bis Jahresende mit Body-Cams ausgestattet. Je nach Entwicklung der Gewalt gegenüber Polizisten werde über die Ausstattung weiterer Dienststellen entschieden.

Härtere Strafen gefordert

Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft forderte härtere Strafen für Gewalttaten an Polizisten. Ein Täter glaube nicht, dass er später für seine Tat wirklich zur Verantwortung gezogen oder spürbar bestraft werde, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Auf Übergriffe gegen Einsatzkräfte müsse es unmissverständliche Verurteilungen geben.

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