Medizin in MV : Crusius bleibt Präsident der Ärztekammer MV

Andreas Crusius gehört zu den bekanntesten Ärzten in Mecklenburg-Vorpommern. Er führt seit 1990 die Ärztekammer des Landes.

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26. Januar 2019, 14:59 Uhr

Andreas Crusius bleibt Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Der 62 Jahre alte Facharzt für Innere Medizin und Pathologie wurde am Samstag in Rostock von der Vertreterversammlung in dem Amt bestätigt, das er seit 1990 innehat. Damit sei er der am längsten amtierende Präsident aller Landesärztekammern, hieß es. In der Kammer von Mecklenburg-Vorpommern sind den Angaben zufolge knapp 11 000 Mediziner organisiert, 7700 davon sind berufstätig.

Aufgabe der Kammer ist es unter anderem, die beruflichen Belange der Ärzte zu wahren. Darüber hinaus ist sie für die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und die berufliche Fort- und Weiterbildung verantwortlich. Sie muss auch den ärztlichen Notfalldienst in den sprechstundenfreien Zeiten sicherstellen.

Medizinwelt hat sich dramatisch verändert

Wie Crusius der Deutschen Presse-Agentur sagte, hat sich in den fast drei Jahrzehnten seit seiner Wahl die Medizinwelt dramatisch geändert. „Die Verwaltung und Krankenhausökonomen sind auf Gewinnmaximierung ausgerichtet.“ Die Ärzte dagegen seien auf ihre Hauptaufgaben beschränkt, dies seien Heilen, Leiden lindern, Sterbende begleiten, Geburtsbegleitung und Prävention.

„Die 'Verökonomisierung' ist schädlich für das Klima in den Kliniken, für das Klima zwischen den verschiedenen Berufen im Gesundheitswesen und für die Zukunft des Systems.“ Crusius kritisierte auch die zunehmende Praxis, dass Konzerne niedergelassene Praxen aufkaufen. Damit werde das Engagement der Niedergelassenen immer weiter zurückgedrängt.

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