Mecklenburg-Vorpommern : Politik lehnt Ferienverkürzung ab

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Vertreter der Landespolitik lehnen Vorschlag zur Verkürzung oder Verschiebung der Sommerferien ab.

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17. April 2020, 16:17 Uhr

Die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeregte Verkürzung der Sommerferien trifft in der Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern auf entschiedenen Widerspruch.

Wirtschaftsminister fürchtet um Tourismus-Branche

„Wir sind Tourismusland. Eine - auch bundesweite - Verkürzung der Sommerferien hätte wirtschaftliche Folgen. Die schon jetzt gebeutelte Branche hätte ein noch kürzeres Zeitfenster Umsätze zu generieren. Damit würde eine Erholung von der Corona-Krise nochmals erschwert“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag in Schwerin.

Auch Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat einer Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise eine strikte Absage erteilt. Dieses Halbjahr sei sehr anstrengend für alle Beteiligten, sagte Martin in dem Live-Chat unserer Zeitung am Freitag. Auch eine Verschiebung der Sommerferien lehnte Martin ab.

Wir sollten das gut und geordnet zu Ende bringen, den Familien die Ferien gönnen und ein gutes und geordnetes neues Schuljahr am 1. August beginnen. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD)
 

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Schweriner Landtag, Torsten Renz, bezeichnete Schäubles Vorschlag als verfrüht. „Wir fahren in der Pandemie nach wie vor auf Sicht und Priorität hat erst mal, dass der Schulbetrieb wieder anfährt und die Schüler ihre Abschlüsse machen können“, sagte Renz. Schulen sollten momentan nicht zusätzlich in Aufruhr versetzt werden, mahnte er.

Schäuble hatte in der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ (Freitag) seinen Vorschlag damit begründet, dass Schülern mit verkürzten Ferien Gelegenheit bekämen, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen. „Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen“, sagte der CDU-Politiker.

Weiterlesen: Minister aus MV beantworteten im Live-Chat Ihre Fragen

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