Ende Juni : Mecklenburg-Vorpommern schließt die meisten Abstrichzentren

Mit einem Abstrichstäbchen nimmt Maximilian Schilling vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine Probe im Ludwigsluster Testzentrum.

Mit einem Abstrichstäbchen nimmt Maximilian Schilling vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine Probe im Ludwigsluster Testzentrum.

Grund ist die anhaltend geringe Zahl von Corona-Neuinfektionen im Land. Doch der Gesundheitsminister mahnt zur Vorsicht.

von
23. Juni 2020, 11:44 Uhr

Wegen der anhaltend geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen schließt Mecklenburg-Vorpommern zum Monatsende den Großteil seiner Abstrichzentren. „Das ist auch ein Schritt hin zu mehr Normalität im Gesundheitssektor. Die Nachfrage nach Tests ist deutlich gesunken“, sagte Wirtschaft- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin. Zwar müsse auch künftig noch getestet werden. Dies solle aber vor allem in regulären medizinischen Einrichtungen geschehen. Über die Umsetzung liefen Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Universitätsmedizinen in Rostock und Greifswald sowie weiteren Einrichtungen.

Weiterlesen: Abstrichzentrum schließt Ende Juni

Auf Infektionswelle vorbereitet gewesen

Laut Glawe waren seit März bis zu 16 Abstrichzentren über ganz Mecklenburg-Vorpommern verteilt eingerichtet worden. Damit hatte sich das Land auf eine größere Infektionswelle eingestellt. Zudem sollte mit der Auslagerung der Tests das Ansteckungsrisiko in Arztpraxen drastisch eingeschränkt werden. Hinzu kamen zehn mobile Testteams, die Abstriche vornahmen. Diese Teams könnten je nach Bedarf und Regionen auch weiterhin eingesetzt werden, sagte Glawe.

Fast 100 000 Tests sind durchgeführt worden

Insgesamt seien bislang rund 98 800 Corona-Tests durchgeführt worden. Dabei seien landesweit 792 Infektionsfälle ermittelt worden, hieß es. 20 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. „Wir haben bundesweit die niedrigsten Infektionszahlen“, sagte Glawe. Dies sei insbesondere den umfangreichen Schutzmaßnahmen zu verdanken. Doch sei die Pandemie noch nicht vorbei. Auch künftig müsse auf ein verstärktes Infektionsgeschehen schnell reagiert werden können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen