Mecklenburg-Vorpommern : Zahl der Ertrunkenen leicht gesunken

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Seen werden oft nicht bewacht - DLRG kritisiert Schwimmfähigkeit bei Kindern

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01. August 2019, 14:34 Uhr

In den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns sind bis zum 20. Juli 14 Menschen ertrunken. Das seien zwei weniger als zur Sommerzwischenbilanz im vergangenen Jahr, erklärte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Haltern am See. Auch bundesweit ist die Zahl der Ertrunkenen leicht gesunken. Der Statistik zufolge starben 250 Menschen und damit 29 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Bayern ertranken im Bundesländervergleich die meisten Menschen. Der Statistik zufolge waren es dort 20 mehr als 2018.

Seen oft nicht von Rettungsschwimmern bewacht

Am gefährlichsten ist es immer noch an Gewässern wie Seen, Flüssen und Kanälen. Diese Gewässer werden nicht von Rettungsschwimmern bewacht, weshalb dort viele Menschen ertrinken, wie DLRG-Sprecher Achim Wiese erklärte. In Mecklenburg-Vorpommern ertranken dem Bericht zufolge allein zehn Menschen in Seen und Teichen, einer in einem Fluss und drei im Meer. Im gesamten Jahr 2018 meldete die DLRG für Mecklenburg-Vorpommern 31 Ertrunkene, im Jahr davor 32.

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Die DLRG kritisierte die gesunkene Schwimmfähigkeit gerade bei Kindern. Diese liege bei denen, die mit der Grundschule fertig würden, gerade einmal bei knapp über 40 Prozent. In den 1990er Jahren waren das noch nahezu 90 Prozent. Besonders gefährdet seien zudem Ältere mit gesundheitlichen Problemen und Migranten. Gerade Migranten haben laut Wiese eine andere Beziehung zum Wasser. Diejenigen, die in diesem Jahr ertranken, waren demnach fast alle Nichtschwimmer.

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