Mecklenburg-Vorpommern : Weitere Bahnstrecken vor dem Aus

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Die Pläne, weitere Bahnstrecken in Mecklenburg-Vorpommern stillzulegen, stoßen auf Kritik.

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19. August 2019, 11:13 Uhr

Das bevorstehende Aus für weitere Bahnstrecken in Mecklenburg-Vorpommern stößt auf Kritik. „Die Entscheidung, die Bahnstrecken zwischen Parchim und Malchow sowie Güstrow und Plau stillzulegen und damit dem Abriss preiszugeben, wird uns in wenigen Jahren auf die Füße fallen“, warnte die Grünen-Verkehrsexpertin Jutta Wegner in einer am Montag verbreiteten Erklärung. Wer Güterverkehr auf die Bahn bringen und ländliche Räume nicht abkoppeln wolle, der müsse dafür auch Schienenwege haben.

Regio-Infra-Nordost hat einen weiteren Antrag eingereicht

Wegner reagierte auf einen Bericht des Senders NDR 1 Radio MV, nach dem der Betreiber der Strecken Parchim-Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und zwischen Güstrow und Plau am See das nötige Verwaltungsverfahren in Gang gesetzt hat. Der Antrag der privaten Regio-Infra-Nordost auf Streckenstilllegung sei im Verkehrsministerium in Schwerin als Mail bereits eingegangen, bestätigte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage. Der Antrag könne aber erst bearbeitet werden, wenn er auch schriftlich vorliege.

Die Strecke Parchim-Malchow gehört zur sogenannten Südbahn. Der Zugverkehr auf dem Teilstück war wegen mangelnder Auslastung 2014 eingestellt worden. Ein Bürgerinitiative kämpft seither dafür, den Zugverkehr wieder aufzunehmen. Ein Treffen in der Staatskanzlei im Juni hatte neue Hoffnungen geweckt. Die Verkehrssituation in der Region werde bis zu einer nächsten Zusammenkunft im Herbst noch einmal genau analysiert, sagte der Chef der Staatskanzlei, Heiko Geue (SPD), nach Gesprächen zur Zukunft der Strecke zu.

An dem Treffen hatten neben Experten aus dem Verkehrsministerium auch Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und Vertreter der Bürgerinitiative zum Erhalt der Südbahn teilgenommen. Die Linke hatte von der Landesregierung immer wieder mehr Engagement für den Schienen-Nahverkehr im Land gefordert.

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