Mecklenburg-Vorpommern : Trotz freier Lehrstellen haben etliche Bewerber noch keinen Platz

Trotz vieler freier Lehrstellen haben fünf Prozent aller Bewerber in diesem Jahr keinen Ausbildungsplatz gefunden.

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11. November 2019, 13:24 Uhr

Trotz vieler freier Lehrstellen haben fünf Prozent aller Bewerber in diesem Jahr keinen Ausbildungsplatz gefunden. Dies geht aus einer Bilanz von Bildungsministerium und Arbeitsagentur hervor, die am Montag in Schwerin vorgelegt wurde.

Arbeitsagentur appelliert an Unternehmen

Demnach waren zum Abschluss des Vermittlungsjahres Ende September noch 1600 der knapp 11 500 angebotenen Lehrstellen offen. Zugleich hatten von 8331 Jugendlichen, die sich auf Ausbildungsplatzsuche an die Arbeitsagenturen gewandt hatten, 445 noch nichts gefunden.

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Die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, wünschte sich von den Arbeitgebern mehr Kompromissbereitschaft bei ihren Anforderungen an die Bewerber.

Speziell junge Menschen „mit Ecken und Kanten“ bildeten ein Potenzial, das für die duale Ausbildung gehoben werden sollte, erklärte sie. Die Unterstützungsangebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter sollten genutzt werden. Dazu gehörten Langzeitpraktika oder die assistierte Ausbildung. Ein Erfolgsmodell sei die Einstiegsqualifizierung. Zwei von drei Teilnehmern schafften anschließend den Sprung in eine Ausbildung, sagte Haupt-Koopmann.

Sehr gute Chancen auf eine Lehrstelle

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) betonte, auch wer bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, habe weiterhin sehr gute Chancen auf eine Lehrstelle. Sie wertete es als gutes Zeichen, dass die Zahl der unversorgten Bewerber geringer sei als vor einem Jahr.

Künftig soll die Berufsorientierung in der Schule besser gestaltet werden, auch am Gymnasium. Dort werde die „Berufliche Orientierung“ in Klasse elf als Grundkurs vermittelt und sei damit Schulfach.

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