Mecklenburg-Vorpommern : „Nordkreuzler“ horteten 30 000 Schuss Munition

Razzia mit Spezialkräften gegen Prepper am 28. August 2017 in Rostock. Festnahmen gab es auch damals nicht.
Razzia mit Spezialkräften gegen Prepper am 28. August 2017 in Rostock. Festnahmen gab es auch damals nicht.

Zwei Monate nach Razzien hat das Bundeskriminalamt der Staatsanwaltschaft Schwerin eine erste Analyse vorgelegt.

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10. September 2019, 19:00 Uhr

Zwei Monate nach Razzien bei einem Mitglied der mutmaßlich rechtsextremistischen Gruppe „Nordkreuz“ in Mecklenburg-Vorpommern hat das Bundeskriminalamt der Staatsanwaltschaft Schwerin eine erste Analyse der beschlagnahmten Waffen und Munition vorgelegt. „1400 Schuss schwere Munition, eine Maschinenpistole vom Typ Uzi und ein Schalldämpfer fallen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Weiterlesen: Preppergruppe „Nordkreuz“: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten wegen Kriegswaffen

Untersuchungen gehen weiter

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde wurden insgesamt mehr als 30 000 Schuss Munition sowie „Massen an Datenträgern“ bei den Durchsuchungen von 14 Einrichtungen, Wohnungen und Häusern am 12. Juni sichergestellt. Die genauen Vertriebswege würden in den kommenden Monaten weiter untersucht. Auch die Auswertung der Datenträger sei noch nicht abgeschlossen.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin erklärte, dass sich die 1400 Schuss schwere Munition, die „Uzi“ und der Schalldämpfer illegal im Besitz von „Nordkreuz“ befunden hätten. Bislang hieß es, die rund 30 „Nordkreuz“-Mitglieder seien als Sportschützen und Jäger durch das Führen entsprechender Waffenbesitzkarten legal im Besitz von Schusswaffen und Munition gewesen.

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