Mecklenburg-Vorpommern : Mehr Arbeitslose wegen Ausbildungsende

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Zahlen sinken im Herbst, erwartet Margit Haupt-Koopmann von der Bundesagentur für Arbeit

Karin.jpg von
31. Juli 2019, 20:00 Uhr

Mitten in der Tourismus-Hochsaison ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im Juli im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Aktuell sind 54 944 Erwerbslose gemeldet und damit 0,1 Prozent mehr als Ende Juni, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gestern in Kiel bekannt gab. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 6,7 Prozent. Vor einem Jahr gab es noch 60 615 Erwerbslose im Nordosten.

„Das wird schon im Herbst ganz anders aussehen.“

Von Juni auf Juli stieg vor allem die Zahl junger Arbeitsloser unter 25 Jahren, und zwar um 560 oder 11,5 Prozent. Dies sei typisch, da sich im Juli viele junge Menschen nach Abschluss der Berufsausbildung oder der Schule vorübergehend arbeitslos meldeten, hieß es. „Das wird schon im Herbst ganz anders aussehen“, sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, denn viele dieser jungen Leute seien begehrte Fachkräfte, die sich Firmen umgehend sichern sollten. Bei unter 20-Jährigen hielte sich allerdings auch die irrige Auffassung, dass sie sich arbeitslos melden müssten, damit weiter Kindergeld gezahlt wird. Das sei aber falsch, der Nachwies aktiver Lehrstellensuche reiche hierfür aus.

Der Arbeitsmarkt im Land ist nach Worten von Haupt-Koopmann nach wie vor robust. Die Konjunkturdelle am Arbeitsmarkt in Süddeutschland sei im Nordosten bislang nicht angekommen, sagte sie. „Und ich will sie auch nicht herbeireden.“

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Bundesweit waren im Juli laut Arbeitsagentur insgesamt 2,275 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. Das seien 59 000 Arbeitslose mehr als im Juni, aber 49 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Trotzdem war es die niedrigste Juli-Arbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung.

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