Gedenkgottesdienst auf Usedom : Tote Maria K. (18): Ermittler suchen mit Fotos nach Zeugen

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In der SoKo "Maria" sind mehrere Dutzend Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Anklam auf der Suche nach einem Tatverdächtigen und einem Motiv. Mehr als 50 Kontaktpersonen der Getöteten wurden bisher befragt.

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01. April 2019, 09:12 Uhr

In der Wohnung des Opfers wurden Spuren gesichert, die noch ausgewertet werden. Das Umfeld der Wohnung in der Waldstraße in Zinnowitz wurde zudem von etlichen Kriminalbeamten teilweise auch mit Fährtenhunden und der Unterstützung der Bereitschaftspolizei abgesucht. Da das Opfer einen großen Bekanntenkreis hatte und auch in den sozialen Medien sehr aktiv war, beschränkt sich die Suche nicht nur auf Hinweise und Kontaktpersonen in der unmittelbaren Region.

Nun bitten die Ermittler der SoKo "Maria" die Bevölkerung um weitere Mithilfe: Wer hat die junge Frau am Abend des 18. März 2019 (ein Montag) bzw. gegen Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden des 19. März 2019 (Dienstag) in Zinnowitz möglicherweise in Begleitung einer weiteren Person (männlich / weiblich) gesehen?

Maria K. war 1,69 Meter groß und von normaler Statur. Sie hatte offene blonde Haare mit rötlichen Strähnchen sowie einen Nasenring. Bekleidet war sie mit einer hellen Hose mit Blumen- und Blättermuster sowie einem schwarzen, teils glitzernden Pulli mit Katzenkopf-Aufdruck. Sie trug weiße Sneaker, schwarze knöchelhohe Schuhe, eine grüne Bomberjacke mit orangefarbenem Innenfutter sowie ein grün-braun kariertes Dreieckstuch.

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Sachdienliche Hinweise nimmt die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395 / 55822223 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria wird es eine Gedenkveranstaltung in Zinnowitz auf der Insel Usedom (Vorpommern-Greifswald) geben. Dazu haben die evangelische Kirchengemeinde und die Kommune für diesen Mittwoch eingeladen, wie Bürgermeister Peter Usemann (Wählergemeinschaft) am Montag in Zinnowitz sagte. „Es ist eine schwierige Situation für uns, keiner hat je mit so einem traurigen Fall zu tun gehabt.“ Man wolle auch vielen Jugendlichen einen Ort zum Trauern geben, an dem sie sagen können, was sie fühlen und denken.

Weiterlesen: Tote 18-Jährige in Zinnowitz: Weder Täter noch Tatwaffe noch Motiv

Spendensammlung für die Beerdigung

In dem Gedenkgottesdienst, bei dem auch Spenden für eine würdige Beerdigung der Getöteten gesammelt werden sollen, werden unter anderem Pastorin Christa Heinke und der Bürgermeister sprechen. „Wir wollen als Gemeinde mit dafür sorgen, dass das Mädchen eine standesgemäße und vernünftige Beerdigung bekommt“, sagte Usemann.

Fotografieren und Filmen soll nicht erlaubt werden, wie ein Sprecher der Kirchengemeinde erklärte.

Die Polizei hat bisher keinen Tatverdächtigen festgenommen, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Bisher waren etwa 50 Menschen aus dem Umfeld der Getöteten überprüft worden. „Die Leute fragen immer wieder: Wer ist zu so etwas fähig?“, sagte Usemann. Eine Bekannte hatte die 18-Jährige am Abend des 19. März tot in deren Wohnung gefunden. Das Opfer hatte Stichverletzungen.

Kerzen und Blumen stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem am 19.03.2019 die 18-jährige Frau tot aufgefunden wurde.
Stefan Sauer

Kerzen und Blumen stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem am 19.03.2019 die 18-jährige Frau tot aufgefunden wurde.

 
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